in den Dünen von Maspalomas

Tagebuch und Ereignisse 2006 von Max Lehmann

 

Dies ist mein Tagebuch. Ich schreibe darin über mich, meine Erlebnisse, meine Pläne, meine Hoch und Tiefs, meine Gefühle, wie ich sie zu dem angebenen Zeitpunkt beurteilte. Aus diesem Grund werde ich auch keine Einträge aus meiner Vergangenheit verändern oder sogar löschen, höchstens datierte Zusatz-Vermerke anbringen.

Immer mehr kommentiere ich aber auch politische und gesellschaftliche Vorgänge und Probleme im In- und Ausland. Ich gebe meinen persönlichen Senf dazu ab. Ich habe festgestellt, dass ich beim Schreiben mir mehr Gedanken machen muss, als es am Tisch in einem Wirtshaus notwendig wäre.

Oft schreibe ich in der Gegenwartsform manchmal auch in der Vergangenheit. Ich lasse beide Formen nebeneinander stehen. So wie es mir besser gefällt.

Ausserordentliche Bemerkung vom 23. Juli 2007 zum diesjährigen Tagebuch: Das Jahr 2006 war ein Jahr voller schrecklicher Erlebnisse in meinem Privatleben. Ich musste in meinem bisherigen Leben selten derart unten durch. Ich war mehrmals nahe dem Selbstmord. Das ganze Debakel mündete im Dezember mit meiner Einreichung der Scheidung von Evelyne. Aus diesem Grund ist das Tagebuch nicht vollständig, denn Ich konnte und durfte nicht alle Begebenheiten niederschreiben.

So, 31. Dez. 06

Das erfolgreichste Tennisjahr
für Roger Federer

Für Roger Federer ging sein erfolgreichstes Tennisjahr zu Ende. Er hat 97 Spiele gespielt und dabei nur 5 verloren, 3 gegen Rafael Nadal notabene. Er gewann die Gran Slam Turniere Australian Open (zum zweiten Mal), Wimbledon (zum dritten Mal), US Open... und verlor einzig das French Open in Paris. Er gewann den 3. Masters-Titel in Shanghai hintereinander und wurde zum 2. Mal nach 2005 zum Weltsportler des Jahres gewählt.

Sa, 30. Dez. 06

VoiP = Telefonie über Internet

Kennt Ihr die beiden Begriffe "Skype" und "VoiP" (= Voice over IP) ?

(Erklärung: VoIP oder auch "Voice over IP" genannt, ist ein Überbegriff für Telefoniesysteme welche es ermöglichen, Telefongespräche über ein Computer-Netzwerk zu führen.)

Vor mehr als 1 Jahr erhielt ich von Reinhold Böschenstein (Fuertoventura) ein Hinweis-Mail, dass er ab sofort die Internet-Telefon-Umgebung SKYPE benütze. Für mich war dies noch Spielerei, denn ich wusste in meinem Fall keinen Einsatz.

Vor wenigen Tagen diskutierten wir, wie K. und ihr Freund R. (jetzt in Kanada) am günstigsten und raffiniertesten den Kontakt aufrechterhalten könnten: Mit Telefon, e-Mails, Messenger und WebCam oder VoiP ?

Und seit heute bin auch ich ein VoiP-Benutzer, d.h. ich kann über Internet telefonieren. Jetzt wollt ihr ja bestimmt wissen, wofür dies nun gut sei?

  • Alle Telefone zwischen VoiP-Benutzern desselben Anbieters sind kostenlos, aber dies ist zur Zeit noch kein Grund für eine Anschaffung (ausser bei Firmen).

  • Telefone zu Festnetz- und Mobilnetz-Kunden sind viel günstiger als bei den günstigsten Anbietern. So kostet es nach Kroatien € 0.006 (ja, unter 1 cent!) pro Gesprächsminute

  • Die einzelnen Internet-Anbieter locken mit bestimmten Preis-Aktionen/-Nachlässen. So sind Telefone aufs Festnetz zu und in verschiedenen Ländern gratis. In meinem Fall sind so die Telefone zu Festnetzkunden innerhalb der Schweiz und nach Oesterreich gratis.

  • Ich kann überall auf der Welt zu den Konditionen meines Heimatlandes, d.h. der Schweiz, telefonieren. Dies ist zur Zeit sehr aktuell mit unserem Wohnwagen in Südspanien als Ersatz für die horrrenden Handy-Telefon-Kosten, weil ich mich dort über ein public-WLAN ins Internet anmelden und so über VoiP telefonieren kann. Ich bezahle keine Gesprächstarife.

Ich bin gespannt, ob sich der Aufwand wie beschrieben für mich bezahlt macht. Die Investitionen waren mit der Anschaffung des Spezial-Funk-Telefons zu Fr. 99.-- (ca. € 55) nicht allzu gross.

Nachtrag vom 31. Dez: Als ich K. meine neueste Errungenschaft mit dem VoiP demonstrieren wollte, habe ich aus Versehen im elektronischen Telefonbuch die Nummer von Reinhold Böschenstein erwischt, es klingelte auf der anderen Seite, ich wusste nicht, wie ich es abstellen sollte .... und auf einmal erschien das klare Video-Bild von Reinhold auf dem PC-Bildschirm und wir konnten gemütlich miteinander plaudern ..... und all dies ohne Kostenfolgen.

Fr, 29. Dez. 06

Sadam Hussein zum Tode verurteilt
und am 30.12.2006 hingerichtet

An dieser Stelle gebe ich manchmal auch meine ganz persönliche Meinungen zur Aktualität, Politik oder auch Lebensweise Dritter kund. Ich erinnere mich z.B. an meine Meinung über den Irak-Krieg. Ich schrieb dort am 20. März 2003 u.a.:

"Er (Bush) entschied sich für diesen Krieg in Cowboy-Manier. Ich frage mich, ob er die Konsequenzen wirklich überlegt hat? Dass er in kurzer Zeit alle arabischen Länder gegen sich haben wird, weil die Iraker, also die Bevölkerung, eben auch arabische Brüder und Schwestern sind. In diesem Zusammenhang ist auch zu befürchten, dass der arabische Extremismus um Bin Laden grossen Zulauf finden wird, um sich gegen den amerikanischen Imperialismus zu wehren. Ob sich da ein 2. Vietnam anbahnt? Ein Pyrrhus-Sieg wirds in jeden Fall."

Heute früh las ich im Teletext, dass die Amerikaner, in deren Gewalt sich Hussein immer noch befindet, resp. die irakische Regierung den zum Tode verurteilten 69-jährigen Saddam Hussein noch in diesem Jahr also in den nächsten Tagen durch den Strang hinrichten wollen. Er soll in den nächsten Stunden den Irakis übergen werden. Ein Berufungsgericht im Irak hat erst vor 4 Tagen sein Todesurteil bekräftigt.

Ich möchte mich hier nicht auslassen, ob dieses Todesurteil gerecht sei, ob das Gericht unabhängig war oder ob nicht Verfahrungsmängel vorlagen, wie es die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" feststellte. Grundsätzlich bin ich gegen die Todesstrafe. Man soll nicht Gleiches mit Gleichem Vergelten! Zudem ist unter Umständen eine humane von Aerzten überwachte Beendigung des Lebens leichter zu ertragen als jahrelange Gefangenschaft hinter Gittern. (Welcher Selbstmörder hätte sich nicht diesen Service gewünscht?).

Aus politischer Sicht denke ich, da machen die beiden Länder USA und Irak ihren nächsten grossen Fehler, indem sie Hussein durch seine Hinrichtung zum Märtyrer erküren. Notabene eine Hinrichtung durch ein vom "Eroberer" USA eingesetzten Gericht. Ist es überhaupt rechtens, dass USA einen Kriegsgefangenen zur Vollstreckung der Todesstrafe an ein anderes Land ausliefert?

Warum lassen sie den ehemaligen Despoten bis zu seinem Lebensende nicht im Gefängnis über seine Untaten nachdenken? Kommt noch dazu, dass die dortigen Gefängnisse keinen Vergleich zu unseren "Hotels" aushalten.

Bisher haben die Amerikaner 3'000 Soldaten durch Attentate verloren, x-Mal mehr als in den Kriegstagen 2003. Allein in diesem Rekord-Monat waren es 109 getötete Soldaten.

Nachtrag:
Am Samstag, den 30. Dez. 2006 um 04:00 Uhr MEZ wurde Saddam Hussein in Bagdad durch den Strang hingerichtet. Die Amerikaner haben als eines der wenigen Länder die Vollstreckung begrüsst und damit bestätigt, dass sich ihre Kultur und ihre Rechtsprechung noch tief im Mittelalter befinden.

Do, 28. Dez. 06

http://www.maxlehmann.ch

Es war schon lange mein Plan, den unpersönlichen und überholten Homepage-Namen "www.csdesign.ch" durch einen besser im Gedächtnis zu behaltenden Namen zu ersetzen. Seit heute ist meine Homepage neu auch unter der Eingabe http://www.maxlehmann.ch ereichbar. Der alte Name http://www.csdesign.ch" bleibt jedoch weiterhin bestehen.

Mi, 27. Dez. 06

Abschied nehmen tut weh!

Bereits um 5 Uhr sind wir zum Basler Flughafen Basel-Mülhausen gefahren, um uns von R., dem Freund von K., zu verabschieden. Er flog via Paris nach Toronto, wo er eine 1 jähriges Weiterbildung an einem Spital antritt. Via Telefon, e-Mail, Bild-Telefon im Internet und gegenseitige Besuche werden die beiden in Kontakt bleiben.

Ueber SMS haben wir erfahren: R. ist gut in Toronto angekommen und bezog bereits eine Wohnung unweit des Spitals, wo er arbeiten wird. Die Temperatur ist vergleichbar zu der in der Schweiz. Seine ersten Aufgaben heute waren: Telefon anmelden, Bankkonto eröffnen, Essen einkaufen.

So, 24. Dez. 06

Meine Mutter 95-jährig mit ihrer Enkelin Stefani
(Tochter meiner Schwester Christina)

Meine Mutter 95-jährig

Heute war es soweit: meine Mutter konnte ihren 95. Geburtstag feiern. K. und ich waren mit dem Auto bereits unterwegs nach Rebstein, wo sie im "Altersheim Geserhus" wohnt, als wir um 09:15 Uhr am Schweizer Radio die Gratulationsendung für meine Mutter hörten.

Meine Schwester Christina mit ihrem Arnold

Meine Schwester Christina mit ihrem Arnold und Ihren Töchtern Stefani, Regula und Claudia hatte zum Mittagessen im Rest. Maienhalde in Berneck eingeladen. Sie brachten mir aus Teneriffa, wo sie 2 Wochen in den Ferien waren, Mojo-Sauce mit. Mojo-Sauce ist eine Kanarische "Chili-/Knoblauch-Spezialität" und wird zu Kartoffeln gegessen. Danke vielmals .... und es wurde ein gemütlicher Nachmittag im Kreise der Familie Lehmann (Einzig Daniela war samt Familie bereits im Kosovo).

Meiner Mutter geht es nicht mehr so gut. Sie braucht von Zeit zu Zeit Sauerstoff und darf sich nicht mehr allzu viele körperliche Arbeit zumuten. Sie muss sich nach wenigen Metern hinsetzen und "nach Luft ringend" ausruhen. Wie mir K. dazu erklärte, arbeitet ihr Herz nur noch etwa zu 10% (im Vergleich zu Jungen), d.h. die Sauerstoff-Zufuhr im Blut reicht nicht mehr für allzu grosse Sprünge. Ob dies ihre letzten Weihnachten waren?

Sa, 23. Dez. 06

Vom Dachel-Dieter aus Solaris (Dieter Samkowitz) habe ich heute Vormittag ganz unerwartet ein Weihnachts-Telefon mit den neuesten News erhalten:

  • Er habe sich seit dem Unfall im August 2006 recht gut erholt. Nur die Niere mache ihm noch Probleme.

  • Der "Wiener -Fritz", von dem ich vor etwa 4 Jahren eine kopierte Breitling-Uhr gekauft habe, ist im November 62-jährig ganz unerwartet an Gehirnblutung gestorben

  • Auf Solaris wird eifrig gebaut: Parzellen am Strand und Umbau/Renovationen von Waschanlagen.

Fr, 22. Dez. 06

Zum jährlichen Weihnachtsessen waren diesmal K. und ihr Freund R. bei mir zu Gast. Daniela war leider bereits unterwegs in den Kosovo. Es war wie eine Art Abschiedsessen, denn nächste Woche fliegt R. etwa 1 Jahr nach Kanada zur Weiterbildung. Auf Wunsch von K. kochte ich dasselbe wie letztes Jahr, nämlich:

Nüssli- resp. Feldsalat an feiner Yoghurtsauce geschmückt mit mit Lachs, Schwarzkümmel und Sonnenblumen-Kernen
********
Milken-Pastetli mit Erbsli nach Jägerart (Schwarzwurzeln, Karotten und Pfifferlinge)
********
Mousse aux Vanille mit Himbeersauce

Letztes Jahr passierte mir die Panne mit dem "Gummi-Suppenhuhn". Dieses Jahr war ich vorbereitet und habe ein zartes Hähnchen gekauft. Es hat alles wunderbar geklappt. Die Pastetchen-Füllung habe ich 1A gewürzt.

Di, 19. Dez. 06

Blut- und Leberwurst mit Rippli und Sauerkraut

Sieht das Bild rechts nicht appetitlich und "gluschtig" aus? Auf dem Weg durch Arlesheim fiel mir vor einer Metzgerei das Schild "Heute Blut- und Leberwürste" auf! Flugs habe ich gestopt und mir je eine gekauft, denn es müssen Jahre her sein, seit ich das letzte Mal diese Delikatesse genossen habe. Man sagt, es gibt diese nur am Dienstag, weil dann die Metzger schlachten.

Im Unterschied zur österreichischen "Blunze" werden bei uns die Würste frisch d.h. am selben Tag zubereitet und warm gegessen. Ich wärme sie in heissem Wasser (ja nicht kochendem Wasser, weil sie sonst platzen) etwa 5 Minuten auf ... und dann sind sie bereit.

Sa, 16. Dez. 06

Der Schweizer Skip Andy Schwaller

Das Schweizer Männer-Curling-Team um dem Skip Andi Schwaller wurde heute durch einen 7:6 Sieg (nach Zusatzend) über Schottland Europa-Meister. Der Jubel in der Basler St.Jakobshalle war gross, als Skip Andy Schwaller seinen letzten Stein perfekt ins Zentrum spielte und den Sieg sicherstellte. Das Spiel der beiden besten Teams war hochklassig. Die vermeintliche Vorentscheidung der Schweizer zum 5:2 nach sechs Ends konterten die Schotten mit einem Dreierhaus.

20 Jahre lang – seit dem Sieg der Stäfner Formation von Felix Luchsinger 1986 in Kopenhagen – hatte das Schweizer Männercurling auf einen EM-Titel warten müssen.

Bereits gestern holte sich das Schweizer Damen Curling Team um Skip Mirjam Ott die Bronze-Medaille an den Europameisterschaften.

Fr, 15. Dez. 06

Clay Regazzoni in Long Beach 1980

Der Schweizer Formel-1-Rennfahrer Clay Regazzoni stirbt in Verkehrsunfall auf der Autobahn nahe Parma

Clay Regazzoni steuerte seinen Wagen, den er ausschliesslich mit den Händen bedienen konnte, am Freitagnachmittag auf der Überholspur der Autobahn, bei der Abzweigung zum Cisa-Pass, als er mit einem Camion kollidierte. Das Auto schleuderte und überschlug sich.

Der Tessiner Clay Regazzoni, der Rennfahrer aus Leidenschaft, der seit dem schweren Unfall am 30. März 1980 in Long Beach querschnittgelähmt war, kam in den Trümmern ums Leben, mit 67 Jahren und, auch das ein schicksalhafter Zufall, nicht weit von Maranello entfernt, dem Sitz des Ferrari-Rennstalls. In den siebziger Jahren gewann der Tessiner fünf Formel-1-Rennen, das erste 1970 in Monza, und 1974 verpasste er den WM-Titel nur um drei Punkte. Der schnauzbärtige Pisten-Haudegen begeisterte die Massen mit seinem spektakulären, aggressiven Fahrstil, als eine Art Asphalt-Cowboy mit der Aura eines Latin Lover. Aussehen, Charakter und Klasse bildeten eine Übereinstimmung wie vielleicht bei keinem andern Rennfahrer vor und nach ihm. Er war der «Unzerstörbare», der alle Unfälle überlebte, auch den grauenhaften Crash mit 280 km/h in Kalifornien, der ihn in den Rollstuhl zwang.

Regazzoni feierte seinen grössten Erfolg im Jahr 1974, als er auf Ferrari WM-Zweiter hinter dem Brasilianer Emerson Fittipaldi wurde. Insgesamt bestritt der schnauzbärtige Charmeur mit Sinn für die aufregenden Seiten des Lebens zwischen 1970 und 1980 132 Formel-1-GP für Ferrari, BRM, Ensign Ford, Williams und Shadow. Er war in den 70er Jahren einer der weltbesten Formel-1-Fahrer.

Fr, 15. Dez. 06

War heute nach langer Zeit wieder einmal auf der neuen Homepage des TC Birsmatt, um zu schauen, wie sie sich seit meinem Weggang entwickelt hat. Man wollte ja aktueller und informativer sein.

Ich war echt enttäuscht, denn es hat sich nicht viel verbessert. Die erste und wichtigste Seite ist "fleischlos" und enthält keine einzige erwähnenswerte Information. Für die ganze Homepage fehlt es immer noch an einem klaren Konzept, und aus inhaltlicher Sicht ist das meiste noch in Arbeit.

Unter Konzept verstehe ich, dass man sich überlegt, für wen man diese Homepage erstellt: Für die Mitglieder, den Vorstand, Tennis-Interessente, Sponsoren, die Behörden oder fürs Internet?

Die jetzige Form dient niemandem. Sowohl Mitglieder als auch Tennis-Interessierte müssen sich durchklicken, bis sie das finden, was sie suchen... falls sie es finden. Diese Arbeit werden sie sich kein zweites Mal antun. Dir Sponsoren, Behörden und der Vorstand sind am ärmsten dran, denn für die gibt es gar nichts. Kurzum, so leid es mit tut: Viel Aufwand für nichts!

Mi, 13. Dez. 06

Wow .... diese nachfolgende Ticker-Meldung ist schon etwas beängstigend!

Klimawandel bedroht Ski-Tourismus

Durch den Klimawandel müssen die österreichischen Skigebiete um ihre Schneesicherheit fürchten, in Deutschland sind es nahezu alle Skigebiete, relativ am wenigsten schneesichere Gebiete dürfte die Schweiz einbüssen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der OECD. Kritisiert wird, dass noch immer zuviel auf Technologie und weniger auf einen Strategiewechsel gesetzt wird. Künstliche Beschneiung werde über kurz oder lang unrentabel. Auch Kunststoffabdeckungen am Gletscher würden nur kurzfristig helfen.

Mi, 13. Dez. 06

Eigenartig: Seit heute spüre ich meinen Ischias-Nerv, der mich seit 4-5 Wochen gequält und kein vernünftiges Gehen geschweige Tennisspielen erlaubt hat, nicht mehr! .... und die Warze an meinem rechten Handgelenk, die mich seit Mai stört, löst sich in nichts auf.... Was läuft da wohl in mir ab?

Nachtrag vom 13. Juni 2007: Es lief viel ab, denn ich habe an diesem Tag bei meinem Rechtsanwalt die Scheidung von meiner Frau Evelyne R. eingereicht.

Di, 12. Dez. 06

Ich bin zurück aus Oesterreich. In den nächsten Tagen und Wochen werde ich als erstes viel schlafen, denn ich habe einiges nachzuholen. Dann gibts aber noch wichtige Telefone zu erledigen, Ordnung in meiner Wohnung zu machen und meinen Hobbies zu frönen, d.h. ich werde u.a. meine Homepage aktualisieren.

So, 10. Dez. 06

Habe Evelyne samt der Hunde-Dame Cindy in ihre Heimat nach Oesterreich gebracht, wo sie Weihnachten im Kreise ihrer Familie verbringen wird. Ich werde derweil am Heiligen Abend den 95. Geburtstag meiner Mutter feiern und daneben mich meinen Hobbies und Interessen widmen.

Am Montag gingen wir einkaufen, ersetzten beim Forstinger die Batterie des Autos von Evelyne und waren Abends am Heurigen beim Hackner, wo wir neben dem Muskat, dem Weissburgunder zum Abschluss noch seine Neu-Anpflanzung den Syrah ausprobierten.

Fr, 8. Dez. 06

Dies war eine Ueberraschung, als um 17:48 Uhr die Erde mit einer Stärke von 3.4 auf der Richterskala bebte. Was wir aber nicht wussten, es war ein künstliches Erdbeben und wurde verursacht durch eine Testreihe für das Geothermie-Projekt in Kleinhüningen, indem Wasser in heisses Gestein in 5000 m Tiefe eingespresst wird. Das erhitzte Wasser wird dann wieder hochgepumpt und für Energie-Zwecke gebraucht . Das Projekt wurde unverzüglich eingestellt.

So, 3. Dez. 06

Bald ist Weihnachten, Fest der Freude und der Familien und wir fuhren für etwa 1 Monat zurück in die Schweiz resp. nach Oesterreich. Am morgen früh um 06:30 starteten wir auf dem Campingplatz in Südspanien und genau 17 Stunden resp. 1730 km später kamen wir um 23:30 Uhr in Binningen an. Ich bin die ganze Strecke durchgefahren, war jedoch gar nicht kaputt und hatte nur Mühe, anschliessend den Schlaf zu finden. Mein Auto, der SAAB, lief wie ein Uhrwerk und verbrauchte sehr wenig Benzin: knapp unter 9 l/100 km (95 Oktan) bei Autobahngeschwindigkeiten und ohne Anhänger. (mit Wohnwagen-Gespann verbrauchte ich bei der Fahrt nach Spanien ca. 13.8 l/100 km).

So, 29. Okt. 06

Roger Federer: Sieger der Swiss Indoors

Federer gewinnt erstmals sein Heimturnier Swiss Indoors in Basel

Anfang der 90-er-Jahre war er am Heimturnier zuerst Losverkäufer und dann Ballboy. Der Kaiser der Tenniswelt ist endlich auch der König von Basel. Roger Federer gewann durch einen 6:3, 6:2, 7:6 (7:3)-Erfolg gegen Titelverteidiger Fernando Gonzalez erstmals die Davidoff Swiss Indoors und seinen 44. Profititel. Im siebten Anlauf im Haupttableau und nach den verlorenen Endspielen von 2000 und 2001 konnte sich Federer endlich seinen Jugendtraum erfüllen.

"Ich hätte nicht zurücktreten können, ohne hier zu gewinnen", sagte Federer nach seinem Triumph und sorgte für Gelächter in der Halle: "Dann hätte ich bis 65 gespielt."

Do, 12. Okt. bis
Sa, 2. Dez. 06
(Spanien)

Strand und Campingplatz El Portus

Im Wohnwagen in Südspanien (1. Teil)

An der Costa Calida zu deutsch "Heiße Küste", etwa 10 km südlich der historischen Stadt Cartagena liegt die wunderschön in die Natur eingebettete, ganzjährig geöffnete FKK-Anlage El Portus. Das über 100 ha große mit mediterraner Vegetation bewachsene Camping-Platz liegt zwischen schützenden Bergen und bietet mit einem breiten flachabfallenden Sand-Kies-Strand gute Sonnen- und Bademöglichkeiten. Er verfügt über einen Supermarket mit Lebensmitteln, Getränken und Dingen des täglichen Bedarfs, Restaurant am Hang mit Aperitifbar und wechselnder Tageskarte, beheizbarer (Winter-)Pool am Hang mit Teleskop-Überdachung,Tennis, Fitness-Center mit Sauna etc.

Auf dem Campingplatz hatte es zu unserer Zeit vorallem einheimische Weekend-Camper, dann Pensionierte aus Holland und England, und noch einige Deutsche und Franzosen. Schweizer haben wir nur 4 gezählt.

Wir hatten auf der einen Seite von uns mit Martina und Jo de Winter ganz nette und liebe Nachbarn aus Antwerpen (Belgien) mit einem schwarzen Labrador-Rüden und auf der anderen Seite ein chaotisches spanisches Ehepaar mit 3 Hunden und 1 Wohnwagen und etwa 3-4 Material-Zelte mit komplettem Küchenbau, Waschmaschine etc. Wir lernten aber bald auch andere Camper kennen z.B. den Fritz aus Hannover.

Gesundheit: Anfänglich hat uns Cindy, die altehrwürdige 16-jährige Hündin von Evelyne, grosse Sorgen bereitet. Sie konnte tagelang keine Nahrung zu sich nehmen bis ihr ein spanischer Tierarzt entsprechende Diät-Futter gab. Aber auch ich hatte bereits an den ersten Tagen Probleme mit einem schmerzhaften Zahn, den eine Zahnärztin mit Antibiotika in den Griff bekam (ohne Kostenfolgen notabene). Seit November litt ich an recht grossen Ischias-Schmerzen und war beim Gehen und Tennisspielen stark beeinträchtigt.

Büchse gezuckerte Kondensmilch

Die Preise für Lebensmittel und technische Geräte sind in Spanien vergleichbar wie in Deutschland/Oesterreich. Einzig Dienstleistungen sind relativ günstig. In Cartagena gibt es viele grössere z.T. bekannte Geschäfte wie Carefour, Lidl, Plus, Mediamarkt, Decathlon, Eroski, El Corte Inglés.

Grosse Spezialitäten sind Süssigkeiten, Brotaufstriche etc aus Mandeln ... und nicht zu vergessen die 750g Büchsen gezuckerte Kondensmilch, vor denen wir uns fast nicht retten konnten. Wir haben einen Karton mit 12 Büchsen über Weihnachten nach Hause genommen.

Verständigung, Sprache: Unterhalten haben wir uns mit anderen Camping-Gästen in Deutsch und Englisch, mit den Einheimischen vor allem mit Händen und Füssen und dem Wörterbuch, denn Fremdsprachen können ganz wenige. Am ehesten noch Französisch.

Die Temperaturen waren himmlisch. Meist war es sonnig und bereits um 10-11 Uhr war es 20°C warm. Am Nachmittag dann etwa 23 - 27 °C, auch dann als grosse Unwetter mit Ueberschwemmungen rund um unser Gebiet wüteten. Wir haben dies nur aus dem Fernsehen erfahren.

Sport: Ich habe ein paar Mal in in Isla Plana mit Fritz Hees Tennis gespielt ... und wen treffe ich da, 1'700 km von Basel entfernt: Rainer G, aus meiner/unserer Novartis-Zeit in Stein.

Rad:Die Temperatur hätte gepasst und dennoch sind wir nur ein paar Mal mit dem Mountain-Bike ausgefahren und haben unseren Kreislauf aufgedreht.

Wir machten Ausflüge nach La Manga , an den sonntäglichen Wochenmarkt und den grossen Leuchtturm des idyllischen Fischerdorfes Cabo de Planos, das Naturschutzgebiet Calblanque, zu den Windmühlen ganz in der Nähe, nach Mazzaron, zu den Tagbau-Bergwerken im Gebiete von La Union und Portman (Pb-, Ag-, Zn-Abbau) etc

Tagebau-Bergwerk Brunita

Ausflüge zu den Tagebau-Bergwerke im Raume La Union und Portman

3000-4000 Jahre Bergbaugeschichte sind in La Union vereint. Schon die Römer wussten um die Erze in den Bergen um La Union: Gold und Silber suchten und fanden sie (erstes wohl eher in bescheidenem Maße, zweiteres wohl recht reich). Es ist ein weitreichendes Gebiet, das man mit dem Auto befahren muss. Und es gibt viel zu sehen.

La Union/Portman hatte mehrere Blütezeiten des Bergbaus. Abgebaut wurden:

  • Römerzeit: Gold, Silber
  • Mittelalter: Silber, Blei
  • 18. bis Anfang 20.Jahrhundert: Silber, Blei, Zink
  • ab Ende 19. Jahrhundert bis in die Jüngere Vergangenheit: Pyrit (zuletzt in Tagebauen

Di, 10. Okt. bis
Do, 12. Okt. 06

Campingplatz El Portus bei Cartagena

Wir haben unsere Abreise um einen Tag verschoben, damit wir ohne Stress packen und den Wohnwagen beladen konnten.

  • Di, 10. Okt: 1. Etappe von Basel nach Nimes (650 km)

    Heute morgen um 07:11 sind wir mit unserem über 12 m langen Gefährt auf unsere 1'700 km lange Reise in Richtung Südspanien abgefahren. Unser Ziel war der Campingplatz El Portus, nur 10 km unterhalb von Cartagena.

    In Genf wenige Kilometer vor der französichen Grenze erwartete uns eine unangenehme Ueberraschung, als der gesamte Autobahnverkehr in die Stadt umgeleitet wurde ... und dies ohne irgendwelche Umleitungs-Tafeln. Für jeden Autofahrer in einer fremden Gross-Stadt eine kleine Horror-Vision. Und dies erst noch mit einem ca. 12 m langen Wohnwagen-Gespann. Durch mehrmaliges Fragen und Wenden des Gespanns mitten auf einer breiten Strasse fanden wir irgendwie wieder den Weg zur Grenze nach Frankreich.

    Ich habe mich noch daran erinnert, aber es war dennoch sehr ungewohnt: Die Verkehrsschilder für Autobahnen sind in Frankreich nicht grün, wie im restlichen Europa, sonden Blau. Den Campingplatz etwas ausserhalb von Nimes haben wir dank meiner Internet-Recherchen um 17:30 Uhr bestens gefunden. Bei einem einfachen, jedoch feinen Nachtessen schlossen wir diesen anstrengenden Tag ab.

  • Mi, 11. Okt.: 2. Etappe von Nimes nach Gambrils (516 km)

    Wir haben uns für den Start viel Zeit genommen und gemütlich ausgeschlafen. Erst um 9 Uhr fuhren wir in Richtung Spanien weiter, wo wir um 17 Uhr in Gambrils auf dem Camping Marius anlangten. Erwähnenswert wäre noch, dass der Literpreis des Benzins in Spanien recht günstig war: 0.96 € .... im Vergleich zu Frankreich mit 1.28 €

  • Do, 12. Okt.: 3. Etappe von Gambrils nach El Portus bei Cartagena (564 km)

    Wiederum nahmen wir es gemütlich und fuhren erst um 09:15 ab in Richtung unseres endgültigen Zieles bei Cartagena. Dank den exakten und detaillierten am Telefon durchgegebenen Beschreibungen von Fritz und Gerlinde Hees haben wir den Campingplatz El Portus ohne Irrfahrt durch die Stadt Cartagena und Canteras gefunden.

    Es war ein wunderbarer Tag und die Luft-Temperatur betrug 27°C. Was wir zwar wussten aber in der Konsequenz nicht realisierten: am heutigen Tag feierten die Spanier ihren Nationalfeiertag und der Campingplatz war recht gut besetzt. Wir fanden dennoch einen schönen Stand-Platz direkt neben der Familie de Winters aus Antwerpen und belohnten uns mit einer feinen Meeresfrüchte-Paella im Restaurant.

Sa, 7. Okt. 06

Wie schnell man doch vergisst. Vor einem Jahr habe ich mich an dieser Stelle über die explodierenden Benzinpreise verursacht durch die Unwetter in den USA ausgelassen. Ich bezahlte damals am 3. Sept. 2005 doch tatsächlich Fr. 1.74 je Liter bleifrei 95 Oktan. (Bem: an einer Esso Tanstelle sah ich sogar Fr. 1.83 angeschrieben).... und dieses Jahr hatten wir an ähnliches Bild.

Gemäss Bundesamt für Statistik haben sich die Durchschnitts-Preise fürs bleifreie Benzin 95 Oktan wie folgt entwckelt:

JahrDurchschnittspreis
in SFr
19961.12 bis 1.21
19971.19 bis 1.24
19981.13 bis 1.19
19991.12 bis 1.31
20001.31 bis 1.50
20011.26 bis 1.45
20021.24 bis 1.33
20031.28 bis 1.35
20041.29 bis 1.47
20041.29 bis 1.47
2005: Jan - Juli1.36 bis 1.54
2005: Aug 1.59
2005: Sept 1.74
2005: 31.Dez 1.56
JahrDurchschnittspreis
in SFr
2006: Jan 1.59
2006: Feb 1.61
2006: März 1.57
2006: April 1.65
2006: Mai 1.71
2006: Juni 1.70
2006: Juli 1.74
2006: Aug 1.78
2006: Sept 1.62
2006: Okt geschätzt
1.57
2006: Dez 1.54

Fr, 6. Okt. 06

Seit 10 Tagen hat Cindy den "Dünnpfiff". Dies ist auch für uns unangenehm, denn wir müssen nachts die Teppiche abdecken und sogar mehrfach mit ihr "Gassi" gehen. 2x waren wir beim Tierarzt und versuchten es mit Diät-Futter und Medikamenten verschiedener Stärke. Es scheint, dass das kortisonhaltige Darmpräparat hilft, denn heute machte Cindy wieder ein wunderschönes Häufchen.

30. Sept. 06

Der diesjährige September war um 1 °C wärmer als der August in Basel. Ja den August kann man vergessen. Er war auch in Istrien nicht so besonders.

Mo, 25. Sept. 06

K. hat uns während unserer mehrmonatigen Abwesenheit die Post erledigt und die Wohnung beaufsichtigt. Als kleiner Dank haben wir sie heute ins indische Restaurant "Maharaja in Lörrach" eingeladen und haben das "Geniesser-Menue" genossen .... echt genossen, denn es war herrlich.

Fr, 22. Sept. 06

Eine Schweizer Reise war angesagt, um unsere Schweizer-Familie zu treffen. Zusammen mit K. fuhren wir als erstes nach Rebstein am Bodensee zu meiner Mutter und meiner Schwester, wo es zu einem kleinen Familientreff kam, denn auch Daniela mit ihren beiden Kindern Anina und Leon kamen dazu. Wir benutzten die Gelegenheit, um uns die kleine, gemütliche Alterswohnung meiner Mutter anzuschauen. Das Altersheim liegt hoch über dem Rheintal mit wunderbarer Aussicht. Leider hat meine Mutter wenig davon, denn sie sieht sehr schlecht.

Gegen Abend gings dann noch zu Daniela in Lichtensteig/Wattwil, wo wir auch die Eltern von Eshref trafen, die für 3 Monate in der Schweiz zu Besuch weilten. Wie gewohnt wurden wir verwöhnt mit wunderbaren Speisen wie gefüllten Paprika, Kürbis-Strudel und zum Dessert einer selbstgemachten Schwarzwäldertorte.

Do, 21. Sept. 05
Fabian Cancellara,
Weltmeister im Einzelzeitfahren in Salzburg

Unser Profi-Radrennfahrer Fabian Cancellara wurde in Salzburg Weltmeister im Zeitfahren. Nachdem er im Frühling bereits voraussagte, Paris - Roubaix zu gewinnen und solo im Ziel eintraf, sagte er dies auch in Salzburg voraus und gewann mit einem Rekordvorsprung von 1 Min. 29 Sek. bei einer Distanz von über 50 km.

So, 10. Sept. 05
Roger Federer Gewinner des US Opens

Der 25-Jährige Roger Federer siegte im Endspiel des US Opens gegen den Amerikaner Andy Roddick 6:2, 4:6, 7:5, 6:1, der damit seinen zweiten Triumph in New York nach 2003 verpasste. Federer hat als dritter Spieler in der Open Aera nach John McEnroe (1979-1981) und Ivan Lendl (1985-1987) den Hattrick in New York geschafft. In Wimbledon hat er dieses Kunststück (4 Siege) in diesem Jahr bereits vollbracht. Auch die Australian Open in Melbourne gewann Federer 2006. Insgesamt erreichte Federer sein sechstes Grand-Slam-Finale in Folge.

20. April - 6. Sept. 06
(Istrien)

Unser Sommeraufenthalt in Istrien

Evelyne und ich fühlen uns in Istrien zu Hause, denn seit über 20 Jahren sind wir regelmässig dort zu finden. Dieses Jahr wollten wir hingegen die ganze Saison hier verbringen und haben eine wunderbare gemeinsame Zeit genossen.

  • Am Do, 20. April sind wir von Basel nach Istrien gefahren. Unser Auto war bis unters Dach vollgepackt und auf dem Dach waren 2 Rennräder und 1 Mountain-Bike aufgeschnallt .... und 4,5 Monate später am Mi, 6. September gings wieder zurück nach Basel, diesmal mit unserem Wohnwagen als Anhänger, denn den kommenden Winter wollen wir in Süd-Spanien verbringen.

  • Unterbrochen haben wir unser Campingleben:

    • ... vom So, 23. - 26. April in Mautern, um das Mountain-Bike und die Sommerkleider von Evelyne zu holen. Selbstverständlich gehörte auch ein Abstecher zu einem Heurigen dazu. Diesmal wars der Hackner in Palt.

    • ... vom Sa, 29. April - Sa, 6. Mai in Follonica an der alljährlichen Radrennwoche: Evelyne fuhr an 3 Etappen insgesamt 206 km (à 78 km, 50 km und nochmals 78 km) und Max fuhr insgesamt 336 km mit 2 zusätzlichen Etappen à je 65 km. Wir hatten unwahrscheinliches Glück mit dem Wetter, denn die Wochen zuvor waren regnerisch und bewölkt ... und wir Glückspilze benötigten nun Sonnencreme als Schutz gegen Sonnenbrand.

    • Mein Hut "Vogelgrippe"
    • ... vom Do, 8. - So, 11. Juli am "120. Geburtstagsfest" meiner Schwester Christina und ihres Mannes Arnold in Rebstein. Da der Gotthard-Pass/-Strassentunnel wegen eines tragischen Felssturzes wochenlang gesperrt war, führte uns die Autofahrt von Istrien über den San Bernardino zuerst nach Basel und zwei Tage später am Samstag weiter nach Rebstein (am Bodensee). Als Rückfahrt unserer Europa-Tour gings am Sonntag wieder zurück via München - Salzburg - Tauerntunnel - Katschberg-Tunnel - Karawanken-Tunnel - Villach - Ljublijana nach Istrien.

      Das Fest von Christina stand unter dem Motto "Festliche Kleidung mit fantasievollem Hut". Evelyne hatte für mich die tolle Hut-Idee "Vogelgrippe" während ich für sie einen Rosen-Hut kreierte.

    • ... vom So, 23. - Mo, 31. Juli mit Besuchen der Kinder und Heurigen-Besuche in der Wachau: 13er in Palt, Markus Grafinger in Priel, Siedler in Hundsheim/Mauternbach, Rehrl-Fischer in Rossatzbach. Durch lustigen Zufall trafen wir am Wochenende Fritz und Gerlinde Hees in Krems und führten sie ins Stift Göttweig und tags darauf zum Heurigen Rehrl-Fischer. Wir besprachen mit ihnen unsere bevorstehende Winterreise nach Spanien, denn sie hatten uns diesen Tick hinters Ohr gesetzt.

  • Wetter

    Insgesamt war das Wetter nicht berauschend, aber wir konnten zufrieden sein: Der Mai war eher mässig mit einigen Regenschauern. Die Monate Juni und Juli versöhnten uns mit viel Sonne und angenehmen bis hohen Temperaturen, wobei es aber nachts immer angenehm kühl blieb. Im August hatten wir sodann wieder "April-Wetter": mal warm, dann wieder Regen. Scheinbar war es auch in Basel nicht besser. Wie ich in der BaZ nachlesen konnte, war die mitttlere Tagestemperatur (Nächte miteinberechnet) im August nur bei 16.4°C . Die höchste Tagestemperatur im August soll in Basel 26.4°C gewesen sein. Im Vergleich war das August-Tagesmittel im 2003 bei 23.7°C.

  • Kulinarisches

    Wir haben meistens zu Hause grilliert, gegessen und dies auch genossen. Es war viel gemütlicher unter dem Sonnenschirm zu sitzen und bei einem oder mehreren Glas Wein zu futtern. Einmal liefen sogar 1.5 liter Weisswein durch unsere Kehlen.

    Apropos Wein: Die Istrianer hätten ein ideales Klima und ideale Böden für guten Wein, aber die wenigsten verstehen etwas von Weinkultur. Der rote Tischwein ist sauer und frisst die Magenwände an. Beim Weisswein haben wir als Weinlieferant die Familie Ravalico in Nova Vas gefunden, die einen wunderbaren Chardonnay (1 liter à Sfr. 3.--) und köstlichen Muskat (0.5 Liter à Fr. 7.--) anboten. Schande über unser Haupt: den besten Rotwein haben wir beim Discounter Hofer in Izola (Slowenien) gefunden. Es war ein Shiraz-Cabernet Wein aus Australien.

    Hervorzuheben sind als unsere Koch-Spezialitäten: Spareribs, Hai-Fisch, Hühnchen-Schenkel, Lamm-Kotellets, Lassagne und dazu immer viel Salat mit der Spezial-Sauce von Max.

    Das Restaurant "Domenica" in Labinci gehörte noch letztes Jahr zu unseren Favoriten, weil uns das Ambiente, der Service, das Essen und der Wein stimmte. Leider standen wir dieses Jahr vor verschlossenen Türen. Vermutlich war es für die typischen Istrien-Urlauber zu teuer.

    Oft waren wir jedoch auch in der Konoba "Döll" zu finden, wo wir gegrillte Hühnchen oder den berühmten einzigartigen Schweins-Carré-Braten genossen haben. Wie uns der Eigner und verantwortliche "Grillateur" verriet, war der Braten für 4 Personen 40 cm breit und etwa 2.2 kg schwer.

    Istrien ist bekannt als die Trüffel-Hochburg von Europa! Wir haben diesen Umstand ausgenützt und die typischen Trüffel-Speisen in der "Taverna Bastia in Groznjan", in der "Konoba Marino in Kremenje/Mamjan" und bei den "Dvi None bei Buje" genossen. Die beiden erstgenannten Lokalitäten können wir bestens empfehlen. Sie waren Spitze. Beim letzteren war der Wein "gräuslig". Das Bastia in Grosznjan brillierte mit Trüffeln an hausgemachten Nudeln und Rahmsauce, und die Konoba Marino mit dem eher feudalen Ambiente und seinen Spezialitäten z.B. das Trüffel-Olivenöl und das Trüffel-Brot, die hausgemachten Nudeln und schlussendlich der aufgewärmte Schokolade-Kuchen mit Trüffel. Nächstes Jahr wollen wir das Degustations-Menue mit 6 Gängen und den jeweilen dazupassenden Weinen probieren. (Kostenpunkt inkl. Wein: 200 Kunar resp. ca 30 €)

    Im weiteren waren wir wiederum ein paar Mal bei Edo und Danica Sinozic in Zbandaj, wo wir ihr Beefsteak Tartare genossen. Ein Problem haben die die meisten Restaurants: Sie können kein gutes Rind-Fleisch zubereiten. Es ist meistens durchgebraten, auch wenn man "medium" bestellt. Eine löblich Ausnahme bildeten da die Konobas "Dvi Murve" und die "Ranch", wo wir ein gutes Steak erhielten.

  • Das Sardinen-Essen bei den Tirolern ist schon Tradition. Ich habe es mir von Peter und Hanne gewünscht. Jedoch 1.5 kg Sardinen für 6 Personen waren zu wenig, weshalb wir als Flüssig-Nahrung auf 6 Liter Chardonnay auswichen.

  • Sport

    Im Vordergrund unserer Aktivitäten stand das Radfahren mit dem Rennrad. In den 4.5 Monaten sind wir 1'200 resp. 1'500 km gefahren (inkl. Follonica). Wenn es das Wetter zuliess, waren wir 2x die Woche unterwegs ... und als Ziel (=Belohnung) winkten uns 3 Kugeln Eis im Eissalon von Tar-Vabriga. Die Favoriten von Evelyne waren "Limone und Malaga", während ich eher Tiramisu, Mozart (Marzipan-Geschmack), Stracciatella, Banana und Nucciola bevorzugte. (Kommentar Evelyne: weil kalorienreicher!)

    Wegen meiner zeitweiligen Hüft-Beschwerden spielte ich weniger Tennis, höchstens 1x die Woche. Es war aber doch erstaunlich, mit welcher Lockerheit ich spielte.

  • Ausflüge in Istrien

    Leider hat uns das wechselhafte Wetter im Mai und anschliessend die Ferienzeit mit den vielen Fremden viele unserer Pläne durchkreuzt. Es blieben nur ein paar Aktivitäten übrig: Das wunderbare Künstlerstädtchen Groznjan und der Monats-Markt in Pazin (immer am 1. Dienstag des Monats), wo wir zwei 3/4-Hosen für je 10 € kauften. Nächstes Jahr wollen wir alles besser machen

  • Unsere alte Hunde-Dame Cindy

    Cindy ist mittlerweilen 16 Jahre alt und war Ende März totkrank. Wir wussten nicht, ob sie Solaris noch erleben würde. Aber hier im warmen Süden lebte sie auf, vergass manchmal ihr Alter und tollte wie ein junger Hund herum. Sie passte sich den unterschiedlichen Temperaturen an, suchte tagsüber den kühleren Schatten auf und genoss die abendlichen Temperaturen Es war ein Erlebnis, wie sie zuverlässig unseren Wohnwagen bewachte, während wir mit dem Rad unterwegs waren oder einkauften.

  • Familiäres

    Einige Aufregung verursachte meine 94-jährige Mutter, denn sie musste im Mai mit Wasser auf der Lunge ins Spital. Diese Beschwerden und die starken Medikamente haben sie derart geschwächt, dass meine Schwester sie zu sich nach Rebstein beim Bodensee in ein Altersheim nahm. Ich denke, dies war ein richtiger Entscheid, denn ich bin doch recht oft weg, während meine Schwester nun in ihrer Nähe wohnt.

  • Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland

    Ja, wenn unsere Deutschen Nachbarn etwas in die Hände nehmen, dann machen sie es richtig, oft auch zu richtig und für Schweizer-Verhältnisse übertrieben. Die Deutsche Nationalmannschaft hat sich wieder einmal als Turnier-Mannschaft bestätigt und wurde verdientermassen Dritte, trotz der grossen Kritik im Vorfeld der WM.

    Liebe Freunde aus Deutschland, seid mir nicht böse, aber beinahe beängstigend war der Deutsche Nationalismus auf dem Campingplatz hier in Istrien. Es war schon mehr als Fan-Euphorie, man nahm den Campingplatz richtiggehend in Besitz (um es nicht militärisch zu formulieren): auf jedem Zelt, Wohnwagen oder Auto wurde eine "Schwarz-Rot-Goldene Fahne" aufgepflanzt. Man sass in Gruppen zusammen, trank Bruderschaft, schlug sich auf die Oberschenkel und fühlte sich stark als Deutsche Nation.

    Ja, wenn ich nicht in diesen Tagen das Buch "Der zweite Weltkrieg" von Winston Churchill gelesen und die 3-teilige TV-Serie "über Hitlers Leben" gesehen hätte. Mir lief es kalt den Rücken runter.

    Zwei Monate später am 16./17. Sept. bei den Landtags-Wahlen hat die rechtsextreme NPD mit 7.6% den Einzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern geschafft. In einem mittelgrossen Ort haben 39% der Stimmberechtigten für die NPD gestimmt!

    Fast hätte ich es vergessen. Auch wir Schweizer haben gespielt und gar nicht so schlecht. Die Gruppenspiele haben wir als Sieger überstanden, notabene vor Frankreich, dem späteren Finalisten. Im Achtelsfinale gegen die Ukraine haben wir dann nach dem 0:0 in der normalen Spielzeit im Elfmeterschiessen jämmerlich versagt und 0:3 verloren. Es wäre mehr drin gewesen.

    ... und Weltmeister wurden am 9. Juli 2006 gar nicht unverdient die Italiener. An diesem Abend feierten auch sie, jedoch in fröhlicher und südländischer Manier. Man sah es ihnen an: sie waren einfach glücklich!

  • Kosten Camping

    Für die Saisonpauschale vom Mai bis Ende September haben wir 1650 € bezahlt. Zusätzlich für Cindy 185 € und die Kurtaxe 290 €.

  • Verschiedenes aus unserem Tagesablauf

    • Mit Dieter (Dumont) habe ich unsere Satelliten-Antenne neu eingerichtet, sodass wir nun via die beiden Satelliten Astra und Eutelsat die Fernseh- und Radio-Stationen nicht nur der deutschen Sender sondern auch der Schweiz empfangen konnten. Wir installierten dazu einen 2. LNB.

    • Dieter war mir aber auch behilflich, als es darum ging, das Schutzdach des Wohnwagens abzumontieren, weil wir den Winter mit Wohnwagen in Südspanien verbringen wollen. Diese Idee hatte es in sich, denn ich musste nun für einen Monat einen Standplatz in Basel finden. Aber dank meiner beiden Renato's in Basel hat auch dies geklappt. Der Wohnwagen steht nun neben einem Lagerhaus in Nachbarschaft zu einem "mobilen Fotostudio".

So, 9. Juli 06

Roger Federer hat seine Stellung als Nummer 1 des Tennissports auf eindrückliche Art untermauert. Er besiegte seinen spanischen Erzrivalen Rafael Nadal im Final in Wimbledon in vier Sätzen 6:0, 7:6 (7:5), 6:7 (2:7), 6:3. Es war dies sein 4. Wimbledon-Sieg in Folge

Sa, 13. Mai 06

Wir waren bereit in Istrien als ich von den schweren Ausschreitungen beim letzten Meisterschaftsspiel zwischen dem Gastgeber FC Basel und FC Zürich vernahm. Der Grund war der Verlust dieser Partie und damit auch der Meisterschaft durch den FC Basel. Man sah im Fernsehen wie nach dem Schlusspfiff die Basler Fussballfans das Spielfeld stürmten und Spieler und Offizielle attakierten. Es kam zu einer veritablen Strassenschlacht im und ausserhalb des Stadions.

Als Strafe wurde der FC Basel durch den Fussbalverband mit 2 Geisterspielen und Fr. 80'000 Busse bestraft. Zudem muss in den Heimspielen drei, vier und fünf die Muttenzer Kurve (PLatz der Basler Fans) geschlossen bleiben. Aus meiner Sicht ein skandalös mildes Urteil.

Sa, 15. April 06

In "Erinnerung an unsere Hochzeit vor 1 Woche" haben wir bei wechselhaftem Wetter unsere 2. Ausfahrt in diesem Jahr mit dem Rennrad absolviert: 43 km ins Elsass in gut 2 Stunden. Es lief uns gut und wir hatten Glück, denn kurz nach unserer Ankunft zu Hause hat es wieder begonnen zu regnen. (Bem. Max: Scheiss-Frühling!)

Do, 13. April 06

Nach 3 Tagen Fasten resp. vegetarischem Essen haben wir heute nochmals zugeschlagen. Begleitet von K. und unserem Hochzeits-Fotografen Roland haben wir im Hirtenbrunnen einen "Germanischen Wildschwein-Schmaus" genossen. Im Gegegnsatz zu den frühlingshaften Hochzeitstagen regnete es. Links und rechts der Strasse lag frischer Schnee, aber die Wildsau konnten wir gemütlicher ohne Stress geniessen und das Fleisch auf der Zunge zergehen lassen. .

So, 9. April 06
Fabian Cancellara
gewinnt Paris-Roubaix

Mit einer beeindruckenden Attacke 20 km vor dem Ziel erzwang der 25-Jährige Schweizer Fabian Cancellara aus dem Team CSC die Entscheidung und gewann als zweiter Schweizer seit Heiri Suter nach 83 Jahren den prestigeträchtigen Rad-Klassiker Paris-Roubaix. Nach einer souveränen Alleinfahrt sicherte sich der Zeitfahr-Spezialist mit 1:51 Minuten Vorsprung auf Tom Boonen (BEL), Alessandro Ballan (ITA) und Juan Antonio Flecha (ESP) die Trophäe.

Fr 7. - Sa 8. April 06

Hochzeit von Evelyne und Max am Samstag, 8. April

Pension Hirtenbrunnen

Wetter: Wir hatten unglaubliches Glück. Noch am Mittwoch hatte es geschneit, am Donnerstag war es empfindlich kühl, jedoch am Freitag erfreute uns bereits blauer Himmel und Sonnenschein bei eher kühler Temperatur, und am Hochzeitstag wars warm und sommerlich. Kurzum ein herrlicher Frühlingstag.

Hochzeitsgäste: Wir wollten nur in kleinem Rahmen mit den Eltern und unseren Kindern und Enkelkindern heiraten. So reisten von Seite Evelyne ihre Eltern Gerdi und Ernst, sowie ihre Tochter Petra mit Klaus und ihren Kindern Philip und Giuliana an. Von meiner Seite kamen meine Mutter, meine beiden Töchter K. und Daniela mit ihrem Mann Eshref.

Ausgangspunkt, Unterkunft und Verpflegung: In Basel war die internationale Schmuck- und Uhrenmesse. Es gab keine Hotels. Wo sollten wir unsere Oesterreicher unterbringen? Alice F. gab uns den Tip mit dem Restaurant Hotel Hirtenbrunnen in Hof/Fröhnd im Wiesenthal. Der Tip sollte sich als Glücksgriff erweisen, denn das 450-jährige Schwarzwaldhaus hatte das besondere Ambiente und mit Sago (Müller) den umsichtigen Wirt. Die Gaststube und die Schlafzimmer waren echt heimelig. Ein paar sogar mit eigener Dusche und WC. Aber das herausragende und unvergessliche waren die beiden Essen:

Am Freitag-Abend stand ein germanischer Wildschwein-Schmaus mit Met (Honig-Wein) auf dem Programm. Gegessen wurde ohne Besteck, allein mit den Fingern. Das Wildschwein wurde in einem Art Pizza-Ofen mit Tannenholz gebraten. Tannennadeln gaben dem Fleisch einen typischen Geschmack. Die Beilagen waren Schlaraffenland-erprobt: gebratene Aepfel, Pilze, Kartoffeln, selbst gebackenes Brot und Maiskolben. Serviert wurde der Schmaus auf einem grossen etwa 2 m langen Holzbrett, getragen von 2 strammen Männern .... und es schmeckte himmlisch.

Am Samstag-Abend stand dann das Hochzeits-Menue auf dem Programm:

  • Vorspeise: Wildkraftbrühe mit Maultaschen
  • Feldsalat mit Hirschschinken
  • Kalbsrückensteak mit Morchelrahm-Sauce und Spätzli vom Brett, Gemüseplatte
  • Dessert: Eisgugelhopf (=Eispalast) mit blitzenden Wunderkerzen

Bereits am Freitag kam die österreichische Delegation mit Bus angereist. Im Autobahn-Restaurant Würenlos ausserhalb Zürich haben wir sie abgefangen. Nach einer weiteren Stunde Fahrzeit langten wir im Ausgangspunkt der nächsten 2 Tage ein, dem Restaurant Hotel Hirtenbrunnen in Hof/Fröhnd im Wiesenthal, wo wir 3 schmucke Zimmer bezogen. Am Abend gabs dann den berühmten Wildsau-Schmaus.

Am Samstag, 8. April sollte unser grosser Tag mit der Trauung in Binningen sein. Aber er begann mit einem Paukenschlag. Der Oesterreicher Bus versagte seine Dienste. Auch ein Ueberbückungskabel half nichts. Glücklicherweise half uns Sago, der Wirt vom Hirrtenbrunnen, mit seinem Fiat 4x4 aus, sodass wir alle Hochzeiter zeitgerecht nach Binningen brachten, wo Evelyne und ich uns noch in die Festkleider werfen mussten. In kürzester Zeit musste geduscht, geschminkt und umgezogen werden. Evelyne sah in ihrem gelben Kleid wie eine Principessa aus .... und strahlte mit der Sonne um die Wette. Ja, ich habe eine wunderhübsche Frau!

Um 11:30 Uhr traute uns Frau Egli vom Zivilstandsamt Binningen in einer wunderbaren Zeremonie mit viel Geschick und Gefühl. Tränen haben uns alle übermannt. Als Hintergrundmusik haben wir Lieder von Paverotti/Zuccero wie z.B. Miserere gewählt, als Erinnerung zum Paverotti-Abschiedskonzert in Pula vom 7. Juli 2004, wo unser Schicksal begann. Philipp, der Enkel von Evelyne, und K., meine Tochter waren unsere Trauzeugen. Roland Stucki unser Hof-Fotograf.

Nach der Trauung fuhren wir auf den Münsterplatz und stiessen auf der Pfalz mit Blick über Basel und den Rhein mit Champagner auf unser Glück an. Ein sog. Partybrot, bestehend aus 3 Reihen Schinken-, Salami- und Käsebrötchen half, den ärgsten Hunger auf den Abend zu verschieben.

Anschliessend ging es etwa 50 Treppenstufen zum Rhein hinunter, wo uns die Leu-Fähre über den Rhein aufs andere Ufer ins Glai-Basel brachte. Ein leichter Spaziergang den Rhein hinauf unter einer der 5 Brücken zur Wilde-Mann-Fähre, die uns wieder über den Rhein zurück ins Gross-Basel führte .... und mit den Autos weiter ins Restaurant Hotel Hirtenbrunnen zum wohlverdienten Zusammensitzen und Geniessen unter dem weit ausladenden Dach des Schwarzwaldhauses. Bis gegen 18:30 Uhr hat uns die Sonne ausgiebig Wärme gespendet.

Bereits am Abend unseres grossen Tages (Hochzeits-Tag) begann es zu regnen, aber am Sonntag zur Heimfahrt der Oesterreicher hat der Petrus seine Schleusen endgültig geöffnet, als wollte er uns sagen: Passt auf Euer Glück auf, denn es gibt im Leben nicht nur Sonnenschein, sondern auch Regen. ...... und es regnete (schneite) in Basel auch am Montag, glüchlicherweise nur vom Himmel. Der Rhein musste sogar für die Schiffahrt und den Fähre-Betrieb gesperrt werden. Ja, wir haben unheimliches Glück gehabt.

Unsere Hochzeit gab mir Gelegenheit, einen "technischen" Rückblick auf unsere Beziehung zu machen:

  • Wir kennen uns nun beinahe 22 Monate, denn am 14. Juni 2004 habe ich Evelyne erstmals in Istrien ausgeführt.

  • In dieser Zeit fuhr ich mit dem Auto insgesamt 26'000 km nach Mautern und zurück und im Sommer weitere 6'200 km von Istrien nach Mautern und zurück.

    • Im 2004 fuhr ich 5x nach Mautern und zurück: 5 x 1660 km = 8'300 km

    • Im 2005 fuhr ich 7,5x nach Mautern und zurück: 7 x 1660 km = 12'450 km

    • Im 2006 fuhr ich 3x nach Mautern und zurück, wobei ich beim letzten Mal Evelyne samt Hündin Cindy endgültig nach Basel mitnahm: 3 x 1660 km = 4'980 km

  • Evelyne war 3x je 1 Woche in Basel

Fr, 7. April 06

1 Tag vor unserer Hochzeit: Schöner blauer Himmel, aber eiskalt. 0°C wars um 8 Uhr. Die Oesterreicher sind seit 8 Uhr unterwegs nach Basel... Letrzte Vorbereitungen: Blumen, Friseur ....

Do, 6. April 06

Durch ein 1:4 Niederlage in der 90. Minute hat der FC Basel in England gegen den FC Middlesbrough den Einzug ins UEFA Halbfinale verpasst, nachdem es zu Hause noch 2:0 gesiegt hatte.

Mi, 5. April 06

April-Wetter .... Nach dem gestrigen Frühlingstag mit etwa 14°C hat es heute in Basel von morgens 8 - 18 Uhr geschneit und die Temperatur bewegte sich bei etwa 1-2°C.

Gestern waren wir im Fabrikladen der Burlington in Schopfheim-Langenau, wo wir günstig einkauften: zwei grüne Woll-Pullover (je 6 €), 1 Leibchen im Korallen-Farbton (à 11.70 €) und div. Socken. Abends fuhren wir dann in unser Hochzeits-Hotel Hirtenbrunnen, wo wir die Küche ausprobierten. Ich kann verraten: es hat geschmeckt.

Mo, 3. April 06

Meine Mutter hat uns sowie K. zum Abendessen beim Inder Maharadja in Lörrach eingeladen. Wir waren schon ein paar Mal dort, aber diesmal hat es besonders gut geschmeckt .... Vielleicht, weil wir so glücklich waren?

Mo, 3. April 06

Anfang März ist mir beim Aufräumen eine Kiste voller Briefmarken aus den Händen auf meine beiden Oberschenkel gerutscht und seither plagen mich Schmerzen an meiner Leiste. Ich dachte zuerst an Leistenbruch und gerissene Sehne .... und sah bereits den geplanten Ferienbeginn im April entschwinden.

Heute war ich beim Arzt Dr. Bruno Bachmann, einem Spezialarzt für Chirurgie. Nach eingehender Untersuchung beruhigte er mich schmunzelnd und erklärte mir mein Leiden: eine Art Tennisarm an der Leiste. Ich müsste Dehnungsübungen machen. Alles wird sich bald bessern ..... und nun bin ich echt froh und erleichtert: Am 20. April fahren wir ab in den Süden....

So, 2. April 06

Freunde von mir habe ich heute ab 18 Uhr zur Begrüssung von Evelyne in der Schweiz eingeladen. Dies war meine Arbeit. Die wunderbaren Lachsbrötchen mir Shrimps und Kaviar hat Evelyne zubereitet (sie kann es besser als ich. Bei mir wären die Brötchen einfacher, d.h. spartanischer geworden....) Es kamen zum gemütlichen Zusammensein der Velo-Renato, der Kartoffel-Kinder-Renato, Monica und Max, Ingrid und George, Guidalis sowie René mit seiner Münchner Sabine.

Sa, 1. April 06

Die Feierlichkeiten zur Uebersiedlung von Evelyne und unserer Hochzeit haben wir heute mit dem Besuch der Mozart-Oper Don Giovanni im Theater Basel begonnen. K. war auch dabei. Sie wünschte sich diesen Besuch als verspätetes Geburtstagsgeschenk.

Es war eine moderne Inszenierung mit speziellem Bühnenbild... und auch erotischen Szenen. Die Musik, wie könnte es anders sein, hat sehr gefallen. In der Pause und nach der 3 stündigen Vorstellung trafen wir Bogdan in der Künstler-Kantine zu einem feinen Cüpli und einem gemütlichen Bier..... und zu Hause stellte Evelyne fest, dass meine Hose am Hintern geplatzt war. Ob ich doch etwas zu muskulös bin?

Sa, 1. April 06

Bei 13°C Aussentemperatur und Sonnenschein haben wir (Evelyne und ich) die erste diesjährige Ausfahrt mit unseren Rennrädern gemacht. Die Strecke führte uns während 2,5 Stunden über 43 km nach Therwil - Leymen - Biederthal - Wolschwiller - Oltingue - Liebenswiller - Hagenthal - Leymen - Binningen. Als wir zurückkamen war die Lufttemperatur bereits 19°C. Die gemütliche Fahrt hat uns gut getan, obwohl wir uns nach der langen Winterpause wieder an die Schaltungen gewöhnen mussten.

... und noch etwas: Mein Körpergewicht betrug 82.5 kg.... Nachdem es noch vor 2 Wochen 85 kg betrug.

Do, 30. März 06

An der Generalversammlung des Tennisclub TC Birsmatt habe ich heute meine Ämter als Vize-Präsident mit Verantwortung für die Mitglieder und Kommunikation abgegeben. Ich habe letztes Jahr nicht einmal auf den Vereinsplätzen gespielt, weil ich im Sommer in Istrien resp. Mautern weilte. Und im 2006 wird es nicht besser aussehen, denn bereits in 3 Wochen ist die Abreise nach Solaris und Follonica geplant. Damit geht eine weitere Episode in meinem Tennisleben zu Ende, nachdem ich bereits vor 20 Jahren als Präsident diesen Club führte.

Do, 9. - Di, 28. März 06
Mautern

Es sollte meine letzte alleinige Fahrt nach Mautern und zurück sein, denn am Dienstag, 28. März fuhren ich mit Evelyne und Cindy samt viel Gepäck nach Basel, wo unser zukünftiger Hauptwohnsitz sein wird.

Zuvor gab es aber noch einige Aufregung zu verkraften, weil Cindy wenige Tage vor unserer Abfahrt an einer schweren Infektion mit über 40 °C Fieber erkrankte. Wir rechneten bereits mit dem schlimmsten, aber die über 15-jährige Seniorin rappelte sich nochmals hoch. Hier in Binningen hat sich Cindy recht schnell an die neue Umgebung gewöhnt und entdeckt ununterbrochen neue Gerüche.

Mo, 20. März 06
Mautern

Abends etwa um, 19:26 Uhr war der Astronomische Frühlingsbeginn und tatsächlich schien seit gestern die Sonne und die Tagestemperatur stieg auf über 10-15 °C. Ob dies der Durchbruch zu wärmerem Wetter oder es direkt Sommert sein wird?

Mi, 15. März 06
Mautern

Vor etwa 1 Jahr hat Evelyne im SCS bei Wien eine schöne Handtasche gekauft. Seit etwa 2-3 Monaten konnten wir mit dieser Tasche in kein Geschäft mehr gehen, weil deren Alarmanlage beim Eingang unverhofft angaben und die Verkäuferinnen uns entsetzt anschauten. Der Sicherheits-Chip in der Tasche muss sich durch irgendwelche Einflüsse wieder aktiviert haben. Heute liessen wir die Tasche im SCS wieder deaktivieren. Wir hoffen, dass wir nun wieder ein gutes Gewissen haben können.

Di, 14. März 06
Mautern

Di, 14. März: Und wiederum hat es hier in Mautern bei einer Nachtemperatur von -3 bis -4 °C geschneit und dies ein paar Tage vor dem Frühlingsbeginn.

Mi, 8. März 06

Ich hätte gut bereits heute nach Mautern zu Evelyne fahren können. Erst um 16 Uhr begann es zu regnen, aber nichts von angesagten Schneefällen. Ich habe wohl den Wetterbericht falsch interpretiert oder die Meteorologen haben sich getäuscht.

Ich habe jedoch heute in Binningen verfolgt, wie die Bürger und Gemeindearbeiter in Sisyphus-Arbeit die Abwasser-Dolen unter den bis 50 cm hohen Schnee- und Eisbergen suchten, damit die erwaretete massiven Regenmengen abgeleitet werden könnten und nicht in die Keller eindringen würden. Allzu erfolgreich waren sie jedoch nicht. Ich bin gespannt, wie das Wasser in dieser Nacht abfliessen wird. (Bem: Es hat im Raume Basel nur wenig geregnet!)

Di, 7. März 06

Heute Nacht hätte meine letzte Nacht ohne Evelyne sein sollen, denn Morgen Mittwoch wollte ich nach Mautern fahren, um Ende März Evelyne nach Basel zu bringen. Nun lese ich im Teletext eindringliche Wetterwarnungen der Meteo-Dienste in der Schweiz und Bayern: Es ist in der Nacht auf Mittwoch mit starken Schneefällen (5-10 cm) und nachfolgenden starken Niederschlägen 10 l/m² zu rechnen. Dringende Warnung vor Eisglätte, Schneematsch, Aquaplaning und Ueberschwemmungen.

Ich werde nun wohl am Donnerstag fahren

Mo, 6. März 06
Basler Morgestraich

Heute um 4 Uhr in der früh hat der Morgestraich in Basel stattgefunden und damit hat die 3-tägige Basler Fasnacht begonnen. Dies war nur möglich, weil unsere öffentlichen Dienste nicht "gestreikt" haben und zudem 40 Stunden/Woche arbeiten, sondern mit Sonntagarbeit die Unmengen an Schnee aus dem Stadtzentrum in den Rhein kippten.

Ich selber habe hinter dem Haus, in 2-stündiger Arbeit mein Auto frei geschaufelt. Es resultierte eine Blase an der Hand, ein müder schmerzender Rücken und die freudige Gewissheit, dass der umgestürzte Baum am Auto keinen Schaden hinterlassen hat. Wenn nun nichts aussergewöhnliches passiert, werde ich am Mittwoch zu Evelyne nach Österreich fahren können.

Sa, 4. März 06

Mit einem 1:1 gegen den HC Lugano hat der Basler Eishockeyclub EHC Basel in seiner 1. Nationalliga-Saison den 6. Platz von 12 Mannschaften und damit die Playoffs für den Meistertitel erreicht. Sein Gegener wird der erfahrene HC Davos sein.

(Bem: Der EHC Basel verlor im Best-of-Five Modus gegen den HC Davos 4:1. Der HC Davos war wie erwartet zu stark.)

Sa/So, 4./5. März 06
Feuerwehr beim zersägen
des auf mein Auto gestürzten
Baumes

Schneeplausch am Spaleberg
(Mitten in der Stadt)
Blick aus meinem Fenster
Bericht vom Samstag 4. März 2006

Seit heute früh schneit es in Basel. Die Dächer, die Strassen und die Bäume sind weiss. Der Verkehr ist am Zusammenbrechen, denn mehr als 5 cm sind für Basel ungewöhnlich. Seit 12 Uhr ist der Flughafen Basel-Mülhausen geschlossen. Der Umsetzer für das 1. Programm des Schweizer Fernsehen strahlt keine Bilder mehr aus.

Gegen 21 Uhr: Es hat mittlerweilen 30 cm geschneit (gemäss offizieller Messung). Ein Ende der Schneefälle ist nicht abzusehen. Ein Baum hinter dem Haus, in dem ich wohne, ist unter der Schneelast zusammengebrochen und auf mein Auto gestürzt. Das Auto wurde durch einen Teil der Aeste bedeckt. Der ca 15 cm dicke Hauptstamm lag jedoch neben dem Auto. Ich habe die Feuerwehr (Tf. 117) alarmiert. Etwa 8 Mann/Frau sind gekommen und haben den Baum zersägt und weggeräumt. Morgen muss ich den Schnee zuerst vom Auto schaufeln, bis ich feststellen kann, wie gross der Schaden sein wird. Ich glaube aber, dass ich Glück gehabt habe.

Bericht vom Sonntag, 5. März 2006

Es schneit immer noch. 50 cm Schnee melden die Behörden, so viel wie seit 40 oder 50 Jahren nicht mehr Die Belchentunnel, eine wichtige Verbindung zwischen Basel und Bern/Luzern/Zürich musste wegen der unbefahrbaren Autobahn und querstehender Lastwagen mit Sommerreifen geschlossen werden. Notschlafstellen wurden deshalb eingerichtet. In Basel fährt kein Tram. Der Flughafen Basel-Mülhausen war noch bis 16 Uhr geschlossen und musste um 18:45 nochmals bis Montag früh schliessen, weil die Pistenlichter unter dem Schnee lagen. Leidtragend die vielen Tausen Ferienreisenden, denn die Schulferien haben in Basel begonnen. Chaos pur.

09:10 Uhr: Aussentemperatur -1 °C. Ich war auf der Strasse und habe die Schneepracht fotografiert. Nur 1 Fahrspur ist frei-gepflügt. Der Schnee ist sehr schwer. Die Trottoirs sind voller Schnee. Ich räume mein Auto frei vom Schnee und stelle mit Freude und Ueberraschung keinen Schaden fest. Dies war aber knapp.

12:00 Uhr: Die Vororts-Trams (10, 11 und 14er) fahren immer noch nicht. Es hat aufgehört zu schneien. Die Sonne blinzelt zwischen den Wolken hervor. Der Himmel wird immer blauer. Der Schnee wird immer schwerer.

Wie heisst doch das Lied von Rudi Carell: Wann wird es endlich Frühling?

Interessant ist die Meinung der Experten, dass solch starke Schneefälle zumeist am Anfang oder Ende des Winters zu erwarten sind, weil in dieser Zeit die Temperatur knapp unter 0°C eine hohe Luftfeuchtigkeit zu Schnee resp. Regen führen kann. Der Januar z.B. war viel zu kalt und es waren fast keine Schneefälle zu verzeichnen.

Sa, 4. März 06

Ihr habt es bestimmt bereits festgestellt, in der Schweiz ist alles ein wenig anders. Dies ist auch der Grund, dass wir uns mit dem Beitritt zur EU so schwer tun. Nachstehend zum Vergleich ein paar Grössenvergleiche:

 SchweizOesterreichDeutschlandItalien
Einwohner:7.4 Mio8.2 Mio82.4 Mio58.7 Mio
Ausländeranteil:20.6 %12.5%9%minim
Grundfläche:41'285 km²83'800 km²357'050 km²301'336 km²

Wir kennen 4 offizielle Landessprachen, nämlich Deutsch, Französich, Italienisch und Romanisch. Im deutschsprachigen Raum sprechen wir nicht in einer Hochsprache, sondern in vielen unterschiedlichen zum Teil schwer verständlichen Dialekten.

Wir haben eine direkt Demokratie, d.h. wir wählen nicht nur unsere Vertreter in die Parlamente sondern können über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. Wir entscheiden schlussendlich über alles, was uns beliebt: Autobahnen, Gesetze, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Steuersysteme und -ansätze.

Alljährlich füllt jeder Erwachsene eine Steuererklärung aus. Wir kennen nicht die Quellensteuer, in der vom monatlichen Gehalt/Rente der jeweilige Steuerbetrag direkt abgezogen wird, sonden die Selbstveranlagung. Wir füllen jedes Jahr eine Steuererklärung aus, in der wir anhand von Belegen den Stand vom 31.12. des Vorjahres eintragen: das Gehalt/Rente, das Vermögen anhand der Kontoauszüge die Versicherungsbeträge (Renteneinzahlung, Krankenkasse) etc.. Als Hilfsmittel erhalten wir von der Steuerverwaltung ein PC-Programm, das einem beim Ausfüllen der ca. 10 seitigen Steuererklärung unterstützt.

Das Ausfüllen der Steuererklärung ist gar nicht beliebt. Ich verschiebe es immer soweit wie möglich. Heute Nachmittag habe ich mich entschlossen, meine und die meiner Mutter auszufüllen. Nach 5 Stunden war es geschafft und die Kuverts bereit zum Abschicken..... und jetzt weiss ich auch, wie hoch meine Steuerschuld gegenüber dem Staat ist: nämlich ca. 16% (Bem: in Oesterreich wäre es weit über 35%).

Fr, 3. März 06

Seit Tagen bin ich im Stress, denn Ende Monat wird Evelyne hier in Binningen bei mir einziehen. Dazu muss ich Platz schaffen und überflüssige Kleider, Shirts, Hemden, Socken, Unterhosen etc entsorgen. Die ganze Ski-Ausrüstung fiel dieser Räum-Aktion zum Opfer. Büromaterial, Papier-Dokumente, Briefe, Bank- und Steuerbelege habe ich gebündelt und weggeschmissen, Es ist erstaunlich, auf was ich alles verzichten konnte und wie gut es einem tut, wenn man sich von der Vergangenheit trennen kann. Zusätzlich habe ich auch noch einen neuen Kleiderschrank aufgestellt.

Jetzt brauche ich nur noch einen Käufer für meine Briefmarkensammlung. (Klickt auf diesen Link!) Schaut mal rein, es lohnt sich!

Mi, 1. März 06

Ab heute muss ich aufpassen, denn es kostet nun unverzüglich Fr. 140.-- (€ 90), wenn ich als Autofahrer einem Fussgänger auf dem Zebrastreifen den Vortritt verwehre .... und dies, auch wenn ich ihn nicht überfahre. Bisher musste eine Anzeige gemacht werden, bis ein Bussgeld fällig war.

Mi, 1. März 06

0:2 und 3:0 lauteten die beiden Resultate nach 45 Minuten Spielzeit und wie habe ich gestaunt und gelacht, als ich im Fernsehen hin- und her-zappte. Die Schadenfreude von uns Schweizern ist ja weltbekannt, vorallem, wenn man über die Deutschen lachen kann ... denn Deutschland lag in Florenz mit 3 Toren im Rückstand gegen Italien und wir Schweizer lagen im Auswärtsspiel gegen Schottland mit 2 Toren vorn.

Nach 90 Minuten war das Debakel der Deutschen mit einer blamablen 4:1 Niederlage endlich zu Ende und wir Schweizer gewannen in Glasgow verdient auswärts 1:3.

Mi, 1. März 06

Ab heute muss ich aufpassen, denn es kostet nun unverzüglich Fr. 140.-- (€ 90), wenn ich als Autofahrer einem Fussgänger auf dem Zebrastreifen den Vortritt verwehre .... und dies, auch wenn ich ihn nicht überfahre. Bisher musste eine Anzeige gemacht werden, bis ein Bussgeld fällig war.

Mi, 1. März 06

Für die Meteorologen ist heute Frühlingsbeginn. Für den Petrus aber immer noch tiefer Winter, denn als ich heute früh aufstand, schneite es bei -1.5 °C ganz heftig.

So, 26. Feb. 06

Die Vogelgrippe hat nun auch die Schweiz erreicht. In Genf wurde ein Gänsesäger positiv getestet. Zwei weitere Fälle wurden in der Bodenseeregion direkt an der Schweizer Grenze festgestellt.

Do, 23. und So, 26. Feb. 06

Eine erfolgreiche Woche hat der FC Basel hinter sich. Am Donnerstag spielten sie sich gegen den französischen Spitzenclub AS Monaco in den Achtelsfinal des UEFA-Cups und heute Sonntag stellten sie mit 53 Heimspielen der Ungeschlagenheit in der Meisterschaft einen neuen Rekord auf.

Mo, 13. - 26. Feb. 06
Mautern

... und wieder war ich 2 Wochen in Mautern bei Evelyne. Die 7½-stündige Auto-Hin-Fahrt über die 830 km machte mir wenig Mühe, so wenig, dass ich wiederum Lust zum Heurigen hatte. Die Donau war im Gegensatz zum Januar wieder eisfrei. Auch die Lufttemperatur zeigte, dass bald mit Frühling gerechnet werden kann. Dieser Eindruck hat sich jedoch am Tage meiner Heimfahrt totel geändert, denn es war wieder kalt und schneite die ganze Nacht. Vielleicht war es das letzte Kälte-Tief.

In Bezug aufs Essen halte ich mich etwas zurück, aber die Wachau ist eben doch (m)ein Heurigen-Paradies. Wir waren u.a. beim Hugo (Rohrendorf), Edlinger (Unter-Loyben) und Siedler (Hundsheim bei Mauternbach), wie ich erstmals Donau-Karpfen ass, dann im Restaurant Mann bei der Rosenburg im Kamptal, sowie bei den Eltern von Evelyne, wo es zu meinen Ehren Leberknödel und Hähnchen gab

Sa, 18. Feb. 06

Der Torschütze Di Pietro

Die Schweizer Eishockeyaner werden unheimlich: 2:0-Sieg gegen Kanada

Dank zwei Treffern von Paul Di Pietro (Bild) hat die Schweizer Eishockey Nationalmannschaft nach dem Sieg gegen Tschechien auch Kanada geschlagen. Matchwinner neben Di Pietro war Torhüter Martin Gerber.

Erster Sieg gegen Kanada an grossem Turnier
Der Schweizer Sieg erreichte sporthistorische Bedeutung - es war der erste Erfolg gegen eine kanadische Nationalmannschaft an einer WM oder an Olympischen Spielen. Zuvor gewannen die Schweizer bloss 1992 in Prag einmal einen Punkt (1:1). Und was den Sieg noch schöner macht: die Kanadier traten mit lauter NHL-Stars in absoluter Bestbesetzung an.

Gerber Grundstein zum Erfolg
Die Basis zum Sieg legte indes wie schon gegen Tschechien der Schweizer Torhüter, der diesmal wieder Martin Gerber hiess. Gerber steigerte Aebischers Leistung vom Donnerstag sogar noch mit einem Shutout und 48 Paraden! Und als die Kanadier nach dem 0:2 plötzlich wie die Feuerwehr das Schweizer Tor belagerten, gelang Gerber in der 36. Minute die glanzvolle Heldentat: Er holte mit dem Fanghandschuh einen Schuss von Rick Nash möglicherweise aus dem Tor wieder vor die Linie zurück. Keine TV-Zeitlupe vermochte zu belegen, dass der Puck die Torlinie überquert hatte, also blieb es beim 2:0 für die Schweiz.

Sa, 11. - 26. Feb. 06
(Turin)

Es muss vor etwa 8 oder 10 Jahren gewesen sein, als wir Schweizer mit Sion unsere Bewerbung für die Winter-Olympiade 2006 gegen Turin verloren haben. Wir waren ab diesem Entscheid sehr enttäuscht. Heute dürfen wir jedoch eingestehen, die Italiener haben ganz tolle Spiele mit vielem Neuem und Speziellem organisiert. Mit Freuden erinnere ich mich z.B. an der Eröffnungsfeier an den durch mehrere hundert Darsteller gebildeten Skispringer oder das stilistisch einmalige Olympische Feuer.

Wir Schweizer haben gar nicht so schlecht abgeschnitten und einige zum Teil unerwartete Medaillen und Leistungen erbracht. Erwähnen möchte ich:

  • die Eishockeyaner, die die Kanadier und den Weltmeister Tschechien geschlagen haben

  • Die Damen-Curlerinnen, die erst im Zusatzend des Finals von Schweden 7:6 geschlagen wurden

  • die Snowboard Männer und Frauen mit 2 Gold- und 1 Silber-Medaille im Boardercross Frauen (Gold) und Parallel-Riesenslalom der Frauen (Gold) und Herren (Gold und Silber) durch die Gebrüder Schoch

  • Im Freestyle Springen der Damen: Gold

  • den Eiskunstläufer Stefan Lambiel, der als Zweiter hinter dem einmaligen Russen Y. Plushenko Silber holte

  • Die 2er- und 4er-Bobfahrer mit je einer Bronce-Medaille

  • Im Skeleton Einzel der Damen (Gold) und Herren (Bronce)

  • Aber auch die unerwarteten Medaillen der Skifahrer mit Bruno Kernen (Bronce in der Abfahrt) und Ambrosi Hofmann (Bronce in der Kombination

Sowohl positiv als auch negativ den Gipfel abgeschossen haben die Oesterreicher. Sie waren erfolgreich wie noch nie und dominierten die Alpin-Ski-/Skisprung-Wettbewerbe nach Belieben. Dann kam aber am 18. Feb. die unerwartete nächtliche Doping-Razzia in der ausserhalb des olympischen Dorfes gemieteten Unterkunft der österreichischen Biathleten und Langläufer. Über 100 Spritzen darunter Material zur Blut-Transfusion sowie Medikamente aller Art wurden konfisziert. Zwei Biathleten und zwei ihrer Trainer flüchteten zurück nach Oesterreich, denn in Italien ist Doping ein strafbares Delikt. Ein zwiespältiger Eindruck von der Professionalität und Glaubwürdigkeit ist für mich, dass der Trainer Walter Mayer wegen desselben Vergehens vom IOC von den Spielen bis ins 2010 ausgeschlossern war, aber weiterhin vom Oesterreichischen Skiverband als Trainer beschäftigt wurde. So meinte auch der IOC-Präsident Jacques Rogge "Für mich ist Mayer der Mann, der Doping organisiert".

Bald werde ich ja ein halber Oesterreicher sein und mir mit diesen Zeilen nicht nur Freunde machen. Es hat mich jedoch irritiert, dass die österreichischen Medien und damit auch ein grosser Teil der Bevölkerung die betroffenen Athleten mittlerweile als arme missbrauchte "Helden" emporstilisierten. Sie vermuten ein Komplott und meinen "die ganze Welt ist gegen uns". Man kann nicht verstehen, dass man sie unerwartet und vor einem Rennen mitten in der Nacht untersuchte. Man will nicht wahrhaben, dass sie im Verdacht stehen, andere Sportler durch unfaire Manipulationen betrogen zu haben. Sie sehen sich nicht als Täter sondern als Opfer. Auch wenn man bei Ihnen Lastwagenladungen an Spritzen und Transfusions-Bestecke gefunden hat, heisst das noch lange nicht, dass man diese auch benutzt hat!

Wie würden wohl dieselben Leute reagieren, wenn wir Schweizer mit einem Wunderwässerlein die Oesterreicher aus den Medaillenrängen gefahren hätten.

Ich bin gespannt, was herauskommt. Das Neue in diesem Fall wird sein, dass man wahrscheinlich wegen des Blutaustausches nicht viel nachweisen kann, denn mit neuen Methoden kann man im Labor bereits vor der Transfusion zurück in den menschlichen Blutkreislauf den EPO-Nachweis im Blut verhindern. Vielleicht haben aus diesem Grund auch soviele Langläufer (nämlich deren 12) verschiedenster Nationen einen derart hohen Wert an roten Sauerstoff transportierender Blutkörperchen und mussten zu ihrem gesundheitlichen Schutz gesperrt werden.

Bem vom 26. Feb: Die Dopingproben der österreichischen Langläufer und Biathleten sind ausnahmslos negativ. So fragt sich die ganze Welt, warum denn 2 Athleten und 2 Trainer nach Oesterreich geflohen sind!.

Sa, 11. Feb. 06

Vor etwa 2 Wochen las ich in einer Schweizer Zeitung, dass die grösste Schweizer Gewerkschaft Unia aus Rationalisierungsgründen 75 Arbeitsplätze streichen wird, wobei mit 30-35 Entlassungen zu rechnen sei. Man stelle sich vor, wie dieselbe Gewerkschaft aktiv werden würde, wenn ein Industriebetrieb 75 Arbeitsplätze streichen würde.

Seit Tagen streiken die Beamten vom öffentlichen Dienst in Deutschland, weil ihre Arbeitszeit von 38.5 auf 40 Stunden/Woche erhöht werden soll und zwar bei gleichbleibendem Gehalt. Haben diese denn vergessen, dass die Arbeitszeitreduktion vor Jahren bei gleichbleibendem Gehalt realisiert wurde?

Und heute lese ich im Deutschen Teletext die Schlagzeile, "Wieder 5-Tage-Woche bei VW?", dass in den verlustträchtigen VW-Produktionsstätten nur 28.8 Stunden aufgeteilt in 4-Arbeitstage je Woche gearbeitet wird! Das sind 30% weniger als in den meisten anderen Industrie-Ländern. Wen wundert es, dass die Auto-Produktion in Deutschland nicht mehr rentabel ist?

Ich verstehe, dass Mitarbeiter oft nicht die Zusammenhänge der (Welt-)Wirtschaft kennen und verstehen. Ich verstehe aber nicht, dass die Gewerkschaften ihre Mitglieder nach Strich und Faden belügen. Sie hätten doch bereits vor Jahren wissen müssen, dass man die Arbeitszeit bei gleichbleibendem Gehalt nicht reduzieren kann, ohne dass die Lohn- und damit die Produktionskosten explodieren und man dadurch die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt verliert. Die Nachbarländer warten nur darauf, in die Bresche springen zu können.

Nun muss man eben wissen, eine Gewerkschaft funktioniert genau gleich wie ein Industriebetrieb. Die Zeit der sozialen Hilfstätigkeiten ist vorbei. Klare Business-Pläne und -Ziele planen die Aktionen. Deren Manager arbeiten erfolgsorientiert und werden auch entsprechend bezahlt. Die Produkte der Gewerkschaften sind ihre Mitglieder resp. deren Beiträge. Und diese Mitglieder muss man bei Laune halten. Man muss ihnen in kurzer Zeit etwas bieten, auch wenn sich die Versprechungen und Erfolge gegen die mittel- und langfristigen Wirtschafts-Aussichten einer ganzen Nation richten.

Für mich sind die Gewerkschaften der heutigen Form die Totengräber der (deutschen) Wirtschaft. Wie kann man zur Zeit 5% mehr Gehalt fordern und zum Streik aufrufen, wenn das Damoklesschwert von Firmen-Schliesungen über Deutschland schwebt. Wie kann man die Bevölkerung, die ja auch ihre finanziellen Probleme hat, mehrere Wochen ohne Müllabfuhr in Ihrem Müll zurücklassen oder z.B. in Baden-Württemberg den Winterdienst (Schneeräumung) der zur Zeit verschneiten und vereisten Strassen massiv reduzieren. Die Gewerkschaft Ver.di blockierte seit Anfang März die Salzlager in Baden-Württemberg, was meines Erachtens Nötigung ist und bei Unfällen Unschuldige schädigt.

Die Gewerkschaften sind die einzige Betriebsform, die noch nicht nach globalisierten Regeln operieren. Sie leben und kämpfen wie vor 100 Jahren, schön beschützt durch ihre Landesgrenzen/-Gesetze und nehmen die sich veränderte Umwelt kaum mehr wahr.

Die Mitarbeiter brauchen Berater, die ihnen die Konsequenzen von Entscheiden erläutern. Dabei gehts in Zukunft weniger um die Gehalts- und Arbeitszeitfrage, als mehr um die eigene Weiterbildung und die Uebernahme von immer neuen Aufgaben.

Fr, 10. Feb. 06

Zweimal jährlich muss ich mich mit meinen Finanzen befassen. Einmal ist es eher unangenehm, dann nämlich, wenn ich meine Steuererklärung ausfüllen muss. Das zweite Mal ist es ein angenehmer Anlass, wenn ich mich nämlich mit meinem Vermögensverwalter treffe und er mich zum Mittagessen einlädt.

Heute war es wieder mal soweit. Mit dem ICE fuhr ich von Basel nach Zürich und traf mich mit Antonio Ilardo von "ilardo & partner asset management ag" an der Schipfe 7 in Zürich, um den erwirtschafteten finanziellen Erfolg einer 11%igen Rendite (nach Abzug aller Unkosten) des vergangenen Jahres zu besprechen. Nach dem geschäftlichen Thema mit dem Ausblick aufs laufende Jahr gings zum gemütlichen italienischen Essen ins Ristorante Bindella. Das Rindsteak (Manzo) mit Ruccola-Salat und ideal dazu passendem Wein war ein kulinarischer Genuss. Ich denke, Herr Ilardo wird aktiv und erfolgreich mein Vermögen vermehren, damit wir uns in einem Jahr wieder treffen können.

Mi, 8. Feb. 06

In den letzten Tagen und Wochen hat sich die sog. Feinpartikel-Konzentration in der Luft wegen der speziellen Wetterlage massiv erhöht. Sie soll über die Atemorgane für Krebs-Erkrankungen schuldig sein. Fehlende Niederschläge und Winde haben die feinen Russteilchen nicht weggeweht.

Und hier wurde nun die Schweizer Politik aktiv. Aktionismus nennt man dies! In einer Panik- und Nacht/Nebel-Aktion haben am vergangenen Samstag ein grosser Teil der Schweizer Kantone beschlossen, auf Schweizer Autobahnen eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h anzuordnen. Heute Mittwoch wurde dieser Beschluss nach 5 Tagen wieder aufgehoben.

In der Zwischenzeit hat man als Laie erfahren: Die Feinpartikel werden hauptsächlich durch Dieselfahrzeuge vorallem Lastwagen, den Holzfeuerungen und erstaunlicherweise in den Wohnzimmern durch brennende Kerzen verursacht, aber nicht durch Benzin-Autos

Was hat nun wohl die Geschwindigkeitsbeschränkung bewirkt? Man ist sich einig: Nichts! Nur am Rande sei vermerkt und dies ist leider ein wenig typisch für emotionale Entscheide: Die Umwelt-Sprecher und Verantwortliche der Kantone, die stolz vor Presse und Fernsehen traten, waren allesamt Frauen! Seldwyla lässt grüssen, auch in der Schweiz

Di, 7. Feb. 06

Pension Hirtenbrunnen

Bereits anfangs Januar sind Evelyne und ich auf die Gaststätte und Pension Hirtenbrunnen (Fröhnd-Hof) im badischen Wiesenthal gestossen. Von Alice Fahrion haben wir diesen Tip am Kunschti-Fest erhalten.

Der Erste Kontakt zum 400 Jahre alten Schwarzwaldhaus Hirtenbrunnen war etwas schockierend: Schnee, Schnee und ein riesiges weit hervorspringendes Walmdach. Dann eine dunkle Gaststube. Aber bereits der zweite Eindruck hat uns eines anderen belehrt: Der Kaffee in wunderbarem Geschirr und die hausgemachte Birnentorte auf blitzplankem Holztisch liessen unsere Augen etwas erstrahlen. Als wir dann noch die speziellen und heimeligen Zimmer, jedes mit wunderbarem Ausblick in die einmalige Landschaft, gesehen haben, wars klar: hier wollen wir unsere Hochzeit feiern und die Oesterreicher einquartieren.

Heute habe ich mit Sago (Müller) und dem Koch unser Menue abgesprochen: Vom Freitag auf den Samstag gibt es "Wildsau mit Met (Honigwein)" und am Samstag-Abend nach der Trauung:

  • Vorspeise: Wildkraftbrühe mit Maultaschen
  • Feldsalat mit Hirschschinken
  • Kalbsrückensteak mit Morchelrahm-Sauce und Spätzli vom Brett, Gemüseplatte
  • Dessert: Eisgugelhopf (=Eispalast)
29. Jan. 06

Am Australian Open haben unsere Roger Federer durch seinen Finalsieg 5:7, 7:5, 6:0, 6:2 gegen den Zyprioten Marcos Baghdatis und Martina Hingis brilliert. Für mich als Schweizer Fan war es nervenaufreibend zuzuschauen, wie Federer gegen die beiden Deutschen Kiefer und Haas wackelte, bis er doch dank seiner Stärke in kritischen Situationen die beiden als Verlierer nach Hause schickte.

Beinahe sensationell war das Comeback von Martina Hingis, die nach über 3 Jahren Turnierabstinenz als WTA-Nummer 349 ins Australian Open startete und mit ihrem Vorstoss ins Viertelfinale 232 Plätze gut machte. Nur eine Woche später stand sie sogar im Finale des Tokyo-WTA-Turniers, nachdem sie die topgesetzte Maria Scharapowa (WTA Nr. 4) mit 6:3 und 6:1 vom Platz fegte.

Jan. 06

Zum ersten Mal seit 16 Jahren habe ich diesmal keinen Jahresbericht verschickt. Es brauchte meine, nein unsere ganze Kraft, um unsere ehrgeizigen Ziele fürs 2006 auf Geleise zu bringen. Am Freitag 13. Jan. haben wir auf dem Zivilstandsamt Binningen den Termin für unsere Hochzeit festgelegt: Am Samstag 8. April wird in Binningen unsere Trauung im kleinen Rahmen stattfinden. Evelyne wird aufhören zu arbeiten, sodass wir den Sommer in Istrien und den kommenden Winter in Südspanien verbringen können. Evelyne wird nach Biningen ziehen.

Jan. 06

Dieses Jahr feiern PC-Viren ihren 20. Geburtstag. Erste Schädlinge gab es zwar bereits 1982, doch die Verbreitung des ersten PC-Virus "Brain" erfolgte im Jahre 1986.

20 Jahre später gibt es geschätzte 150'000 Computerviren. Das Wachstum setzt sich rasant fort. Während es den Virenschreibern in den Anfangszeiten noch darum ging, etwas zu beweisen, stecken heute zunehmend kriminelle Absichten dahinter.

Sa, 14. - So, 29. Jan. 06

Zum Kunschti-Fescht ist Evelyne mit NIKKI in die Schweiz geflogen und am Samstag 14. Jan. sind wir gemeinsam in 7,5 Stunden mit dem Auto zurück nach Oesterreich gefahren.

  • 19. Jan: Gemütlich sass ich im Auto und wartete auf Evelyne. Ich hatte den Motor abgestellt und hörte Radio. Als wir weiterfahren wollten, kam das schreckliche Geräusch "Klick" und dann Ruhe! Der Motor liess sich nicht starten! Also Überbrückungskabel her und zum ÖMTC fahren, um den Übeltäter herauszufinden: Es war meine Autobatterie, die doch bereits vergangenen Sommer in Istrien mich im Stich liess.

  • Ein paar Tage später am 24. Jan. hat die eisige Kälte mit -17.5°C auch Oesterreich erreicht. Bis Anfang Februar schwankten die Tiefstwerte zwischen -10 bis -14 °C. Als Resultat gefror die Donau zu und eisige Schollen unterstrichen die bizarre Landschaft. Ich habe mir sagen lassen, dass dieses Eiswunder letztmals 1985 zu bewundern war.

  • Am Sonntag 29. Jan. fuhr ich wieder zurück, um in Binningen unsere Hochzeit und die Uebersiedlung von Evelyne vorzubereiten

Mi, 11. Jan. 06

8 Flaschen Crémant und 80 Lachsbrötli haben meine ungefähr 20 Gäste am diesjährigen "16. Kunschti-Fescht" bei -2°C gegessen und getrunken. Ja es war bitterkalt, denn ein bissiger Wind wehte über die Eisfläche. Evelyne kam frühmorgens als Ehrengast mit dem Flugzeug an. Um 4 Uhr hatte sie Tagwache, denn 06:30 war Abflug in Wien Schwechat. Evelyne genoss sichtlich die spezielle Atmosphäre auf der Kunsteisbahn. Es war ein wunderbarer Abend

Meine Gäste: Evelyne, Miranda, Roland, Bettina, Joachim, Claude, Werner, Bernard L., Josef Rieser, Beatrice, Alice Fahrion, Kathrin und Hanspeter, Rolf Gautschi und Renato Bevilacqua, Fränzi und Beat, André, Henriette und Manuela Guidali

So, 8. Jan. 06

Am kommenden Mittwoch wird mein Kunschti-Fescht sein und ich sollte unbedingt etwas tun, denn ich fühle mich schlecht. Also ging ich heute bei wunderbarem aber kaltem Wetter 1 Stunden zum Training auf die Kunsteisbahn im Margarethenpark .... und es hat gut getan, vorallem das anschliessende wunderbar duftende Mandelblüten-Wohlfühl-Bad mit

Mo, 2. Jan. 06

Fahrt von Mautern nach Binningen mit Hindernissen. "Soll ich fahren oder nicht?" so lautete für mich die Frage, nachdem Radio Ö3 am Morgen von ergiebigen Schneefällen bis in die Niederungen und Chaos auf den Strassen voraussagte und berichtete. Als ich jedoch am Deutschen Fernsehen anderweitige Aussagen und vorallem noch schlechtere Vorhersagen für den morgigen Dienstag vernahm, entschloss ich mich abzureisen. Das Risiko schien mir tragbar.

Im Prinzip war mein Entschluss absolut richtig. Die Autobahen in Oesterreich und Deutschland waren zumeist schneefrei und nur nass. Die Lufttemperatur betrug +0 - 1°C. Aber was ich erst unterwegs vom Radio Bayern 3 vernahm: Heute war der grosse Rückreisetag der Deutschen aus den Weihnachtsferien!... und der Chaos ab der Landesgrenze bei Salzburg war perfekt: Stau - Stau - Stau bis München. 9 Stunden brauchte ich für die 430 km bis München. Anschliessend war es zwar bereits Nacht, aber es ging zügig im Autobahntempo weiter. Um 00:20 Uhr war ich nach 15 Stunden glücklich aber müde zu Hause.

Um 16:20 bin ich am Ort Bad Reichenhall vorbeigefahren, als ich am Radio vernahm, dass soeben das Dach der Eissporthalle zusammenkrachte. Ich war total schockiert und erfuhr später, dass viele Kinder und Jugendliche betroffen waren. 15 Tote und 18 zum Teil Schwerverletzte forderte das Unglück.

 

Mail an Max Lehmann Jump to (1 kB)

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