30. Mai - 6. Juni 2018: Sportliche und kulinarische Radrennwoche im Piemont
(Teil meiner Autobiografie "Ich habe gelebt !" Letzte Aenderung: Version 1.0 vom 16. Juni 2018)

Das Hotel - Ristorante Villa San Carlo in 12074 Cortemilia (CN) ist eine berühmte Adresse im Piemont. Mitten in einem halb zerfallenen Städtchen liegt dieses Paradies mit eigenem Swimmingpool. Hier war unser Basislager für unsere Ausfahrten im hügeligen Piemont.

Mit dem CPC im Piemont
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Ausfahrt im Piemont

Cortemilia ist die Hauptstadt der Nüsse, genauer: der Haselnüsse. Die kleinen Früchte, die hier im Piemont wachsen, sind auf der ganzen Welt begehrt, denn ihr Aroma ist unvergleichlich. Man findet sie im Nutella und in den Ferereo Rocher Pralinenen. In der COOP-Zeitung vom 30. April 2018 wurde unter dem Titel "Haselnuss, die beste Nuss der Welt"(klick auf diesen Link) über Cortemilia und seine Haselnüsse berichtet.

Die Hauptpersonen dieser Radrennwoche waren der Direktor des Hause Carlo Zarri, Ruesi Ryser als CPC-Manager und vorallem Peter Gisler als Organisator und Tourleiter der Piemont-Woche.

Hauptpersonen unserer Piemont-Woche
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Ruedi Ryser (CPC-Manager)
Ruedi Ryser (CPC-Manager)
Carlo Zarri Peter Gisler
Peter Gisler (Reise-Manager)

Hotel Ristorante Villa San Carlo**** in Cortemilia

Am Montag, 28. Mai traf ich von Basel kommend hier ein. Bereits am ersten Abend wurden wir vom Carlo Zarri kulinarisch verwöhnt. Die Vorspeise Crèpe mit Steinpilzen war einmalig. Sie war derart gut, dass ich sogar vergass ein Foto zu machen. Die anschliessende Entenbrust ..... hmmmmm......grandios. Jeden Abend gabe es ein einheimisches Gourmet-Menue. Gestern z.B. Kaninchen-Rollbraten mit einem feinen passenden Wein.

Dinner in Villa San Carlo
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Carlo Zarri portioniert Risotto> Lassagne Kellner

Die Vila San Carlo ist ein angenehmes 4-Sterne Familien-Restaurant mit schönen Zimmern im 1. Stock. Einige der Zimmer im Parterre entsprachen weniger dem Niveau des Hotels. Sie waren eingebaut und muffig. Der heimelige Speisesaal, das Essen und auch die Weine waren hingegen Sternen-würdig. Ich liebe ein solches Ambiente und geniesse diese ruhige und eher feierliche Stimmung, die zu schöner Kommunikation einlädt. Ob dies für alle CPCler galt, bezweifle ich. Nur mit Mühe konnte man einige vom Singen und lautstarken katholische Kirchgesängen abhalten. Auch beim Wein waren die Geschmäcker vielfältig. So meinter einer bei einem Barolo ernsthaft und verteidigte seine Meinung: der riecht nach einem "Gummi-Schlauch"!

Hauptspeisen und Desserts
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Dessert Lachs Dessert Dessert

 

Hauptspeisen und Desserts
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Roastbeef Arrivederci Dessert

Jeweilen vor dem Essen um 18:30 trafen wir uns im kleinen Park zu einem Apéro gestiftet von einem aus unserer Mitte. Dazu gabe es Chips und vorallem Haselnüsse. Ich war süchtig danach, vorallem nach den gesalzenen!

Apero im Hotel-Park
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Apero wird eingeschenkt Apero: Selfie Max Apéro auf Terrasse

Zwei Nächte in der Dependance

Die Radrennwoche dauerte von Mittwoch bis Mittwoch. Da ich kurzfristig 2 Tage früher, also am Montag nach Cortemilia anreisen wollte, musste ich für diese Zeit mich mit der Dependance vorlieb nehmen. Es war ein wunderschones Haus etw 6km ausserhalb Cortemilia. Ein Haus mit 3 Schlafzimmern, einem grossen Wohnzimmer mit Küche und 2 Toiletten/Duschen. Kurzum ideal für eine Gross-Familie. Leider aber funktionierte das Warm-Wasser nicht. Erstmals seit meiner militärischen Rekrutenschule musste ich 2x unter kaltem Wasser duschen ... und wie habe ich gebiebert!

Landschaft Piemont
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Rebberge im Piemont

Ausfahrten mit dem Rennrad

Wir 17 vom Basler CPC-Radrennclub ("Club des Pédaleurs de Charme") waren aber nicht nur des Essens wegen hier, sondern um Rad zu fahren. Mit dem Rennrad über die Hügel des Piemonts. Für mich waren die meisten Hügel unerklimmbar. 6-10 km lange Anstiege mit über 8-10% waren mir zu schwer. Ich musste zeitweise auf "Wandern" umstellen.

Mit dem CPC im Piemont
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Die erste Ausfahrt am Dienstag zeigte mir meine Grenzen auf. Der Kreislauf war zwar intakt und funktionierte, aber es fehlte mir die Kraft in den Oberschenkeln, um die 8-12% Steigung zu bewältigen. Ich musste absteigen und einige Kilometer zu Fuss gehen. Mich hat dies frustriert, denn meine Freunde mussten oben auf mich warten, bis ich endlich eintraf. . Meine Stimmung sank zwar nicht auf einen Tiefpunkt, aber schon in diese Richtung.

Wahrend dieser Wanderung, mit dem geschobenen Rennrad entschloss ich mich, meine Berg-Karriere endgültig an den Nagel zu hängen. Ich werde mich mehr den Flach-Etappen mit Steigungen bis 6% widmen. Auf einem Roller-Terrain bin ich immer noch stark.

Unterwegs am Strassenrand
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Fenster mit Herz Mohnblumen

In der Folge machte ich an den nächsten Tagen mit gleich "Geschädigten" Ausfahrten im moderaten Stil. Wir entdeckten schöne Strassen in der Umgebung und vorallem auch schöne Foto-Motive.

Der eigentliche sportliche Höhepunkt der Piemont-Woche bildete die gemeinsame Ausfahrt vom letzten Tag über 2 Pässe mit insgesamt über 1'000 Höhenmetern Ich habe sie recht gut bewältigt und bin nur 1x abgestiegen.

Abschliessende 2 Pässe-Fahrt
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Letzte Ausfahrt: Max und Peter Max im Sonnenbräu-Renndress

Besuch in Acqui Therme

Den Nationalfeiertag Italiens vom Samstag, 2.Juni benutzte ich zu einem Besuch meiner thailändischen Freunde René und Orsola in Acqui Therme. Seit Jahren treffen wir uns regelmässig in Thailand. Sie wohnen einzigartig an einem Hang hoch über dem Städtchen Acqui Therme. Zusammen gingen wir im Innenhof des Ristorante "Relais dell'Osso" in Acqui Therme, einem uralten Haus mit wunderbarer Inneneinrichtung, essen.

Acqui Therme bei René und Orsola
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Orosola mit dem Wein fürs Mittagessen René wählt einen Wein aus

Weindegustation bei BERA

Unsere Wetter-Apps prognostozierte es an: Am Montag, 4. Juni wird es den ganzen Tag regnen. Also legten wir darauf unseren Ruhetag und fuhren mit einem Bus zu einer Weinprobe bei "BERA AZIENDA AGRICOLA" in 12050 Neviglie, eta 35 km von unserem Standort entfernt. Ueber Berg und Tal ging es zu diesem grossen Weingut mit über 40 ha Anbaufläche. Es regnete und war trist. Links und rechts dichte Nebelbänke.

Die Stimmung auf dem Hof des BERA-Weingutes war gewöhnungsbedürftig: Ein Baukran überragte die Gebäulichkeiten. Beton, Beton, Beton. Es wurde eifrig gebaut. Die Degustation fand in einem neuen, eher kühlen, unpersönlichen Raum statt. In Basel sagt man dem "Bahnhof-Buffet".

Damit aber genug des Negativen. Die angebotenen Weine zeigten das ganze Spektrum des feinen Weingutes. Sie kosteten zwischen Euro 8 - 35, für einen 5 Jahre im Fass gereiften Barique. Leider habe ich immer Mühe, wenn ich auf leeren Magen einen Wein geniessen und beurteilen muss, Es gab zwar Salami und trockenes Gebäck, aber dies genügte meinem Gaumen und Magen nicht. Aus diesem Grund habe ich auch keinen Einkauf getätigt.

...und wieder zurück nach Istrien

650 km via Acqui Therme - Allessandria - Piacenza - Brescia - und Venedig war die Fahrt zurück nach Istrien und dauerte inkl. Einkaufen in Koper 8 Stunden. "Zu Hause" angekommen strömten von allen Seiten Freunde auf mich zu, um mich zu begrüssen. Derart herzlich war ich noch nie willkommen geheissen worden.

Es ist einfach schön auf Solaris. Das Leben in meinem Wohnwagen, immer an der frischen Luft. Geschlafen habe ich wiederum wie ein Baby, tief und ohne Untebruch volle 9 Stunden.

Zurück auf Solaris
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Zurück auf Solaris: Wäsche

 

Autobiografie von Max Lehmann
Schafmattweg 13, CH-4102 Binningen
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Zur Homepage
http://www.maxlehmann.ch
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Zur Autobiografie
http://www.maxlehmann.ch/memoiren